Für viele junge Menschen mag das Southside ein Stück Freiheit darstellen: Gemeinsam mit Freunden und fernab der elterlichen Aufsicht wird gemeinsam gezeltet und gefeiert. Andreas und Jule Scheffold stechen da aus der Masse der Besucher heraus. Der 49-jährige Familienvater und seine 16 Jahre alte Tochter sind gemeinsam auf dem Festival in Neuhausen ob Eck unterwegs – und nicht nur dort.

Wie ein gemeinsamer Urlaub

Auf zwei bis drei Veranstaltungen geht das Duo im Schnitt pro Jahr, erklärt Vater Andreas Scheffold. „Das ist wie ein gemeinsamer Urlaub“, sagt er. Außerdem hätten Festivals eine lange Tradition innerhalb der Familie Scheffold aus Biberach an der Riß. Die 16-jährige Jule, die zum ersten Mal auf dem Southside ist, hat bereits sehr früh Erfahrungen mit Festivals gemacht. „Schon mit drei Monaten war sie auf dem Chiemsee-Reggae-Summer“, erinnert sich der Familienvater.

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Auch eine ältere Tochter sei regelmäßig auf Festivals unterwegs. „Ihr Freund ist aber mehr Heavy-Metal drauf, deshalb zieht es sie zum Wacken Open Air„, so der 49-Jährige. Einzig seine Frau sei nicht mit dabei: „Das ist nichts für sie“, erklärt er.

Rock gegen Hip-Hop

Bei der Auswahl der Künstler ist sich das familiäre Festival-Duo jedoch nicht immer einig. Während der 49-Jährige mit Bands wie „Foo Fighters„ und „The Cure“ eher rocklastige Auftritte sehen will, hat seine Tochter einen ganz anderen Geschmack: „Hip-Hop“, benennt sie ihre musikalische Vorliebe. „Da gibt es immer mal wieder Diskussionen“, sagt Andreas Scheffold schmunzelnd. Dennoch arrangiere man sich. „Es macht eben mehr Spaß, wenn man sich die Bands zu zweit anschaut“, erklärt er.

Von Festival-Besuchen hat der 49-Jährige, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, nach eigener Aussage noch lange nicht genug.
Von Festival-Besuchen hat der 49-Jährige, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, nach eigener Aussage noch lange nicht genug. | Bild: Singler, Julian

Unterschiedlicher Geschmack

Nicht nur bei den Künstlern, auch bei der Wahl des Campingplatzes sind sich Vater und Tochter nicht unbedingt einig. „Das Green-Camping ist eine tolle Sache“, schwärmt Andreas Scheffold von seinem Zeltplatz. Hier, wo es etwas ruhiger und gesitteter zugehe, fühle er sich wohl. Für das „Chaos-Camping“, wie Scheffold den normalen Zeltplatz nennt, sei er „zu alt“, wie der 49-Jährige sagt. Tochter Jule ist anderer Meinung. „Sie wäre gerne auf dem anderen Campingplatz“, ist sich Scheffold sicher. „Hier ist es wirklich ziemlich ruhig“, bestätigt die 16-Jährige die Einschätzung ihres Vaters.

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Gemeinsame Zeit

Vater Andreas Scheffold genießt die gemeinsame Zeit mit seiner Tochter. „Man hat sonst ganz andere Interessen, deshalb nimmt man solche Festival-Besuche zu zweit gerne wahr“, schwärmt er. Schließlich, fügt er hinzu, seien viele in seinem Freundeskreis nicht mehr bereit, auf Festivals zu gehen. Umso mehr freut er sich, dass ihn seine Tochter begleitet. Schön sei es auch, wenn beide mit den Freunden der 16-Jährigen auf ein Festival gehen, sagt er. „Natürlich kann sie auch mit ihren Freunden alleine eines besuchen“, betont der Familienvater. Seine Tochter sieht das anders: „Du würdest trotzdem mitkommen“, sagt sie mit einem Lächeln.

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