Neuhausen ob Eck – Eine Woche pures Abenteuer erleben 120 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren mit ihren 50 Betreuern und Betreuerinnen im Feriencamp auf dem "Föhrlehof" bei Neuhausen ob Eck. Die Kinder und Jugendlichen zählen zu den christlichen Pfadfindergruppen der Royal Rangers aus Stockach, Sigmaringen und Illmensee. Sie alle lieben das Abenteuer in der freien Natur. Sie können es nun bei herrlichem Sommerwetter auf der Hochfläche zwischen Neuhausen ob Eck und Liptingen erleben.

Marcus Röwer, der Leiter der Stockacher Gruppe, und Samuel Wielath tragen die Verantwortung für die große Teilnehmerschar. Eine detaillierte Planung ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen. Bereits im Vor-Camp wurde die Infrastruktur auf dem großen Zeltplatz mit Wasserversorgung, Küchenzelt, einem imposanten Eingangsturm und dem Teamzelt geschaffen. Samstag und Sonntag waren die Anreisetage für die Teilnehmer. Zunächst mussten die Gruppenzelte aufgebaut und diese individuell gestaltet werden, versehen mit einem speziellen Gruppennamen aus der Tierwelt. Als Baumaterial dienen Stangen und Schnüre, als Werkzeuge Axt, Säge und Messer. Es gibt keine Akkuschrauber, Schrauben oder Nägel. Tische und Sitzgelegenheiten werden aus Bretter und Stangen zusammengebunden und mit gelernten Knoten festgezurrt. Nach und nach ist das Zelt-Dorf durch die gemeinsame Arbeit entstanden.

Am Sonntag war Besuchstag auf dem Campingplatz in Neuhausen. Die Familien verbrachten einen Tag auf dem Gelände und übergaben die Kinder in die Obhut der Betreuer. Die kleineren Kinder blieben zwei bis drei Tage im Camp, die Größeren genießen der Lagerleben die gesamte Woche mit einem abwechslungsreichen Programm mit Geländespielen, Lagerolympiade und Workshops. Höhepunkt ist das Lagerfeuer mit Gesang in froher Runde.

Gelebt wird der christliche Glaube der "Freien Christengemeinde" mit Gott als Schöpfer der Natur, die es zu bewahren gilt. Und das Leben in der Gemeinschaft hat einen hohen Stellenwert. Die Verpflegung erfolgt vor Ort: Die ersten drei Tage werden die Teilnehmer aus der zentralen Küche mit frisch zubereitetem Essen versorgt. Helmut Bosch, Metzgermeister aus Fridingen/Donau, hat nach seiner Betriebsaufgabe ein neues Aufgabenfeld gefunden. Er wird von seiner Ehefrau Margret und Luisa Birkofer und den eingeteilten Helfern unterstützt. Nach drei Tagen werden frisch eingekaufte Lebensmittel an die Gruppen verteilt, die dann die Zubereitung der Speisen eigenständig übernehmen, wie bei unserem Besuch des Lagers zu erfahren war.