Die Feuerwehrabteilung Worndorf bekommt einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) und braucht einen neuen Vize-Kommandanten. Wie Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald vor dem Gemeinderat berichtete, hat der bisherige Amtsinhaber Andreas Schiele sein Amt zurückgegeben und gleichzeitig die Feuerwehr verlassen. Die Abteilung Worndorf hat ihre Jahresversammlung auf den 28. Februar vorverlegt, um einen Nachfolger zu nominieren.

Feuerwehrleute müssen in Versammlung Nachfolger finden und vorschlagen

Der Rücktrittswunsch des jungen Worndorfers musste öffentlich im Gemeinderat behandelt werden, weil für die Entpflichtung eines Kommandanten oder dessen Stellvertreters ein formaler Beschluss der Bürgervertretung notwendig ist. Zu den Beweggründen des bisherigen Feuerwehrmannes erklärte der Rathauschef: „Andreas Schiele erhebt in seinem Kündigungsschreiben Vorwürfe gegen die Gesamtleitung der Feuerwehr und die Gemeindeverwaltung, die von einem massiv gestörten Vertrauensverhältnis künden.“ Weitere Details nannte Osswald nicht. Auf Nachfrage des SÜDKURIER war auch Andreas Schiele nicht bereit, sich zu seinen Beweggründen zu äußern. Bis zur vorverlegten Versammlung Ende Februar müssen sich die Worndorfer Einsatzkräfte auf einen Nachfolger geeinigt haben. Bei der Versammlung, so Osswald, werde es darum gehen, dem Gemeinderat einen Nachfolger für Andreas Schiele zur Wahl vorzuschlagen.

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In der Sitzung beschloss die Rat auch, der Firma Schäfer GmbH aus Oberderdingen (Kreis Karlsruhe) den 56 000-Euro-Auftrag für die Lieferung eines MTW für die Wehrabteilung Worndorf zu geben. Dazu kommen noch Kosten für die feuerwehrtechnische Ausrüstung und die Fahrzeugbeschriftung. Die Gesamtaufwendungen für das MTW werden bei 62 500 Euro liegen. Ursprünglich waren 65 000 Euro eingeplant gewesen. Bereits vor einem Jahr, im Januar 2019, hatte der Gemeinderat beschlossen, für die Abteilung Worndorf sowohl den MTW als auch ein „mittleres Löschfahrzeug“ für 210 000 Euro zu erwerben. Es hatte sich gezeigt, dass beide Fahrzeuge zusammen weniger kosten als das ursprünglich geplante große Löschfahrzeug.