Für Pascal Partikel ist es das vierte Southside. Jana Karner feiert in diesem Jahr ihre Premiere in Neuhausen ob Eck. Die beiden erleben das Festival auf komplett unterschiedliche Weise. Der 33-Jährige aus Frankfurt hat sich in diesem Jahr für das Green-Camping entschieden - hier geht es eher ruhig zu. Die 22-Jährige aus Stuttgart kampiert auf dem normalen Camp-Gelände - Flunkyball und Rutschbahn direkt vor dem Zelteingang. Beide haben ihr Leben auf dem jeweiligen Gelände für uns in Bildern festgehalten. 

Pascal Partikel und seine eingefleischte Festivalcrew

Sie kennen sich aus der Schule, sie feiern seit Jahren zusammen auf den Festivals in Deutschland. Pascal Partikel (zweiter von rechts) und seine Freunde sind zum vierten Mal auf dem Southside. Sie haben sich in diesem Jahr für das Green-Camping entschieden. "Hier ist der Altersdurchschnitt etwas höher. Und es ist auch nicht so laut und vermüllt wie drüben." Die Laune stimmt bei den sieben Freunden: Vor dem Camp wird für ein Gruppenfoto posiert. 

Die Sonnenblume darf bei der Festivalcrew nicht fehlen. Sie hat eine gewisse Tradition. "Bei dem ersten Southside zusammen haben wir eine Blume mit nach Hause genommen. Die Mädels finden sie schön. Jetzt ist sie wieder da". 

Der Zeltplatz befindet sich direkt an einer Wegkreuzung, es kommen viele Leute am Zeltcamp der Gruppe vorbei. Und die werden bespaßt: Nina (links) und Nermana schießen mit ihrer Seifenblasenpistole durch die Luft.

Das Frühstück ist angerichtet: Zur Stärkung für den Tag auf dem Festival wird lecker aufgetischt.  Der Pfannkuchen ist aus einer Fertigpackung, doch der Geschmack überzeugt. Vorsorglich wird der Fladen mit Nutella beschmiert und mit Bananenstücken belegt.

Es war eines ihrer ersten Konzerte auf dem Southside 2018. Und es wird ordentlich gerockt:  Mit der Ska-Punk-Band Talko feieren die Freunde zusammen vor der Green Stage. 

Nackte Menschen und Duschen im Campingstuhl bei der Southside-Premiere von Jana Karner 

Das erste Mal auf dem Southside mit 60 000 Besuchern:  Jana Karner (Mitte) zeltet im Herzen des Festivals.  Wild geht es hier zu, sagt sie. Neben der Feierei bleibt aber noch genug Zeit, um zu entspannen. Das geht am besten mit den Freunden im Campingstuhl.  

Ein Spiel, das auf keinem Festival fehlen darf. Die Regeln von Flunkyball sind einfach: Die Gruppe, die am schnellsten alle Bier austrinkt, gewinnt. Das ganze ist mit ein wenig Geschicklichkeit und Sport gemischt, der Pegel steigt auf spaßige Weise. Die Nachbarn machen es vor. 

Eine gründliche Hygiene darf auch auf dem Festival nicht fehlen. "Vor den Duschen war die Schlange so lang. Er wollte nicht warten", sagt Jana Karner. Ein bisschen Shampoo auf die Haare reicht, dann wird das Wasser aus dem Kanister über einen Freund übergeelert. 

Campen auf dem Gelände fördert die Kreativität - hier ensteht Kunst aus Dosen. Und plötzlich sind Tiere auf dem Festival gar nicht verboten. Den Beweis liefern zwei stolze Hundebesitzer, die für einen Plausch vorbeigekommen waren. 

Langeweile kommt hier nicht auf, dafür wollen die Leute zu viel Spaß haben. "Die schöne Rutschbahn haben unsere Nachbarn aufgebaut. Aber zu viele rutschen hier nackt", sagt die Studentin aus Stuttgart. Die nasse Plastikplane ist für die vorbeikommenden Besucher eine beliebte Attraktion auf ihrem Weg über das Gelände. 

Ob Jana beim Flunkyball oder Pascal mit seiner Festival-Sonnenblume. Für beide Southside-Besucher steht eines fest: Die Tage auf dem Festival werden in Erinnerung bleiben. 

Fotos: Pascal Partikel, Jana Karner