„Talent, Fleiß, Wille und Disziplin“ bescheinigte am Dienstag Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald den beiden diesjährigen Empfängerinnen der Ehrennadel der Gemeinde Neuhausen. Die jetzt 17 Jahre alten Zwillinge Magdalena und Johanna Renner haben es mit ihren Erfolgen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zum dritten Mal seit 2017 geschafft, sich für die Ehrung ihrer Heimatgemeinde zu qualifizieren.

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Zusammen mit der Fridingerin Myriam Hipp haben die Zwillinge 2018 beim Bundeswettbewerb in Kiel einen zweiten Preis geschafft. Dafür erhielten sie nun die kommunale Ehrennadel in Silber. Myriam Hipp war bei dieser Ehrung nicht anwesend. Hans-Jürgen Osswald erklärte: „Sie wohnt eben in Fridingen und nicht in Neuhausen.“ Der Rathauschef zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass Myriam Hipp in ihrer Heimatstadt ebenfalls ausgezeichnet werde.

Als Trio zum Bundeswettbewerb

Die drei jungen Frauen waren in Schleswig-Holstein in der Kategorie „Besondere Ensembles“ angetreten. Die Fridingerin spielte dabei Querflöte, Johanna Renner Cello und Magdalena Renner vollendete mit ihrer Geige das erfolgreiche Trio. Zu dem Trio hatten sich die Nachwuchsmusikerinnen erst einige Monate vor dem Auftritt in Norddeutschland zusammengefunden.

Weitere Auszeichnung folgt 2020

Die Zwillinge wollten mit einem Trio zum Bundeswettbewerb antreten. Deshalb entschieden sie sich für die Querflöte und Myriam Hipp. Die Ehrung der Gemeinde beziehe sich immer auf das abgelaufene Jahr, sagte Osswald. Weil die Geschwister Renner in diesem Jahr erneut erfolgreich waren, werden sie bei der Ehrung 2020 weitere Ehrennadeln in Empfang nehmen können.

Mitglieder eines Kammermusik-Ensembles

Beim Regionalwettbewerb 2019 in Schramberg erhielten die Renner-Zwillinge als Bestandteil eines vierköpfigen Kammermusik-Ensembles einen ersten Preis, verbunden mit der Teilnahmeberechtigung am Landeswettbewerb. Dieser Landeswettbewerb fand im April statt. Das Ensemble mit den beiden Neuhauserinnen erzielte wieder einen ersten Preis. Auf Bundesebene beim Wettbewerb in Halle nahm das Ensemble „mit sehr gutem Erfolg“ teil.

Zwillinge sind „musikalische Multitalente“

In seiner Laudatio betonte Osswald zwei Facetten der Ehrung. Zum einen zeigte sich der Verwaltungschef im Foyer des Rathauses vor den Teilnehmern der kleinen Feierstunde von der Ausdauer und Lernbereitschaft der Zwillinge beeindruckt. Sie beherrschten nicht nur Cello und Geige. Der Redner listete als weitere Instrumente der Zwillingsschwestern auf: „E-Bass, E-Gitarre und Klavier“ und sprach von „musikalischen Multitalenten“. Selbst sportlich seien die Enkelinnen des früheren Bürgermeisters Walter Renner beim Skifahren aktiv. Osswald lobte: „Ihr seid unheimlich aktiv“ und fügte hinzu, dass er dieses breite Engagement als „absolut beispielhaft“ einstufe.

In Heimatgemeinde verwurzelt

Die zweite Facette erschien dem Bürgermeister fast noch wichtiger. Magdalena und Johanna Renner sind trotz ihrer musikalischen Erfolge nicht abgehoben, sondern fest in der kulturellen Landschaft ihrer Heimatgemeinde verwurzelt. Als Beispiel nannte Osswald das intensive kirchenmusikalische Engagement der Geschwister in der katholischen Kirchengemeinde.

Vorbereitung auf das Abitur

Neben dem musikalischen Üben bereiteten sich die Renners derzeit auf das Abitur vor. Trotz all dieser Aktivitäten und Termine, so würdigte das Ortsoberhaupt, sei es beispielsweise beim Neujahrsempfang im Januar völlig unproblematisch gewesen, die beiden Schülerinnen als Musikduo ziemlich kurzfristig für die musikalische Gestaltung zu gewinnen.

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Unter dem Lachen der Besucher verriet der Bürgermeister ein kleines Geheimnis: „Wenn ihr nicht gewesen wärt, hätte ich bei der Veranstaltung selbst singen müssen.“ Das habe sich glücklicherweise nicht als notwendig erwiesen. Natürlich übernahmen die Zwillingsschwestern bei der kleinen Feierstunde die musikalische Gestaltung selbst.