Die Schulsozialarbeit an der Homburgschule hat sich im vergangenen halben Jahr bewährt und zeigt bereits positive Aspekte. Darüber waren sich die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung des Gremiums einig. Für die Umsetzung dieser Aufgabe hat die Gemeinde die Einrichtung "Mutpol – Diakonische Jugendhilfe Tuttlingen" beauftragt. Die Sozialpädagogin Beate Hafner hat die Arbeit im November 2017 mit zwölf Wochenstunden (30 Prozent) übernommen.

Einblicke in Aufgabenfeld

In der Sitzung des Gemeinderats gab sie einen Einblick in ihr vielseitiges Aufgabenfeld aus der sozialen Gruppenarbeit. Gemeinschaft, Kommunikation, Selbstvertrauen, Gefühle und Familie, Freunde und Entscheidungen sind Themeninhalt in der Arbeit mit den Kindern. Eine enge Zusammenarbeit mit Rektorin Alexandra Maier-Lipp und dem Lehrerkollegium ist gegeben und trägt zu einer erfolgreichen Arbeit bei. Die Schüler lernen, Konflikte ohne Erwachsene zu lösen, sie übernehmen Verantwortung für ihr Tun und Sprechen.

Gründe für Beratungsgespräche sind vielfältig

Die Einzelfallhilfe haben bisher elf Schüler wahrgenommen. Die Beratungsgründe waren sehr vielseitig. Ging es hier um nachgewiesene Kindeswohlgefährdung, unzureichende Förderung, Konflikte mit anderen Schülern, die häufigen Fehlzeiten beim Unterricht oder Entwicklungsauffälligkeiten im sozialen Bereich bis hin zur mangelnden Zuwendung im Elternhaus. "Schulsozialarbeit ist nicht messbar, aber man freut sich über positive Nachricht von Eltern und Schüler", sagte Beate Hafner.

Eigenanteil der Gemeinde steigt auf 14.000 Euro

Im laufenden Schuljahr trägt die Gemeinde einen Eigenanteil von 9630 Euro. Eingerechnet ist ein Zuschuss des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg mit 5010 Euro und ein Zuschuss des Landkreises von 4500 Euro. Der Gemeinderat hat die Notwendigkeit der Sozialarbeit erkannt und auf Antrag von Markus Seeh das Deputat auf 20 Wochenstunden (50 Prozent) erhöht. Der Eigenanteil der Gemeinde wird sich auf etwa 14 000 Euro pro Jahr erhöhen. Der Vertrag mit Mutpol wird um zwei Jahre bis zum 31. Juli 2020 verlängert.