Der Gewerbepark „take-off“ entwickelt sich weiter prächtig. Für 2018 verbuchte der Gewerbepark einen Überschuss von rund 662 000 Euro. Das sind 26 Prozent oder 140 000 Euro mehr als 2017. Diese Bilanz zog Geschäftsführerin Heike Reitze vor dem Gemeinderat Neuhausen. Im Vorfeld der zwei Tage später anberaumten Verbandsversammlung stellte die Geschäftsführerin ihren Rechenschaftsbericht den Ratsmitgliedern in öffentlicher Sitzung vor. Dazu erläuterte Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald: „Bis 2018 haben wir den Vorbericht zur Verbandsversammlung immer im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung zur Kenntnis genommen.“ Dazu bestehe aber eigentlich kein zwingender Grund, stellte der Verwaltungschef fest.

Bürgermeister Heinz-Jürgen Osswald, Gemeindekämmerer Artur Muschalik und Gewerbepark-Geschäftsführerin Heike Reitze sind mit dem wirtschaftlichen Abschlussbericht des Gewerbeparks „take off“ für das Jahr 2018 zufrieden.
Bürgermeister Heinz-Jürgen Osswald, Gemeindekämmerer Artur Muschalik und Gewerbepark-Geschäftsführerin Heike Reitze sind mit dem wirtschaftlichen Abschlussbericht des Gewerbeparks „take off“ für das Jahr 2018 zufrieden. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Deutliches Abschmelzen des Schuldbergs

Der Zweckverband „Gewerbepark take-off“ machte nicht nur Gewinn, sondern verzeichnet auch ein deutliches Abschmelzen des Schuldbergs. Reitze: „Die Verbindlichkeiten von 10,3 Millionen Euro im Jahr 2010 konnten auf 5,2 Millionen Euro Ende 2018 verringert werden.“ Für 2018 stehen den Erträgen von rund 2,6 Millionen Euro Aufwendungen für die Erhaltung, Erneuerung und Erweiterung der Infrastrukturmaßnahmen von rund 1,97 Millionen Euro gegenüber. Zum Jahresüberschuss erklärte sie: „Der Jahresüberschuss liegt unter anderem durch die Grundstücksverkäufe und auf der Ausgabenseite wegen geringerem Materialaufwand deutlich über dem Ergebnis von 2017.“

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Fläche des ehemaligen Heeresflugplatzes der Bundeswehr

Die Fläche des ehemaligen Heeresflugplatzes der Bundeswehr gehört bis zum Verkauf an die Firmen dem Zweckverband, an dem Tuttlingen und Neuhausen beteiligt sind. Der Verband ist für die Schaffung der Infrastruktur wie Wärme– und Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung zuständig. Die laufenden, tagesaktuellen Aufgaben erledigt die Betreibergesellschaft. An dieser Betreibergesellschaft ist der Zweckverband derzeit mit 75 Prozent beteiligt.

Überschüsse aus den Geländeverkäufen und Mieteinnahmen als Haupteinnahmequellen

In ihrem Geschäftsbericht für den Zweckverband nennt Heike Reitze die beiden Haupteinnahmequellen des Zweckverbandes: Überschüsse aus den Geländeverkäufen und Mieteinnahmen. Einen günstigen Einmaleffekt verbuchte der Zweckverband durch die Rückgabe von Gebäuden, die der Landkreis vorübergehend zur Flüchtlings-Unterbringung genutzt hatte. Aus der Tuttlinger Kreiskasse erhielt der Verband deswegen eine Sonderzahlung für die Renovierung der Immobilien von 50 000 Euro. Unter anderem wegen dieser Zahlung sind die Mieteinnahmen auf 550 000 Euro gestiegen.

2018 hat der Zweckverband 7500 Quadratmeter Gewerbebauland verkauft und dabei von den gestiegenen Grundstückspreisen profitiert.