Inhaber Bahtiyar Sahin und sein Bruder Yildiray Sahin beliefern seit 25 Jahren die Gastronomie mit frischem Obst und Gemüse und betreiben seit insgesamt 32 Jahren einen Obst- und Gemüseladen in der Meßkircher Innenstadt.

Geschäft vom Vater übernommen

Die Geschäfte in Meßkirch haben die Brüder von ihrem Vater übernommen, der vor rund 32 Jahren den Obst- und Gemüseladen eröffnet hatte. Zunächst befand sich das Geschäft in der Kolpingstraße, inzwischen ist der kleine Laden am Saumarkt angesiedelt. Zuerst kam dann der Gastronomieservice dazu, später folgte noch ein Orient-Bazar. Dieser hat vor knapp zwei Jahren geschlossen. Kürzlich bekam Bahtiyar die Urkunde der IHK Bodensee-Oberschwaben, weil er seit 25 Jahre selbstständig ist. Eine lange Zeit.

Zwei Mal die Woche fährt Sahin zum Großmarkt

Bis heute setzt der Unternehmer auf Frische und Qualität. „Zweimal in der Woche fahre ich nachts um halb eins nach Stuttgart auf den Großmarkt“, sagt Sahin. Dort probiert er sich durch die Früchte, die die Großhändler anbieten. „Wenn es mir schmeckt, dann schmeckt es auch dem Kunden“, lacht Bahtiyar Sahin. Mit seinem Geschäft lockt er Kunden aus dem Umkreis von 60 Kilometern an.

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Warum es kleine Obst- und Gemüsehändler schwer haben

„Es gibt ja immer weniger kleine Geschäfte, weil sie durch die Großen kaputtgemacht werden“, sagt Sahin. Das könne er auch gut auf dem Großmarkt beobachten. Wo früher viele verschiedene Anbieter ihre Waren angeboten hätten, kämen heute nur noch ein paar Großanbieter. Und weiter: „In 15 Jahren sind es dann vielleicht noch drei oder vier Anbieter, die die Preise bestimmen“. Seine Kundschaft wisse die Qualität seiner Waren zu schätzen.

Trend geht zum plastikfreien Einkaufen

Rund 97 Prozent der Waren im Laden, immerhin 280 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, werden Lose angeboten. „Der Trend geht zum plastikfreien Einkaufen“, freut sich Sahin. Deshalb verzichten die Brüder inzwischen auf die kostenfreien Plastiktüten. „Wir haben noch ein paar Restbestände, aber wenn die weg sind, wird es bei uns nur noch Papiertüten geben“, sagt er. Viele Kunden würden bereits jetzt ihren Einkaufskorb mitbringen. Bei anderen Kunden hätte er beobachten können, dass sie jede Frucht in eine neue Tüte einpacken. Vielleicht auch, weil die Tüten kostenlos angeboten wurden. Das ist unnötiger Müll in seinen Augen, den er künftig in seinem Geschäft vermeiden will.

Corona-Krise traf Unternehmer schwer

Vom Lockdown war sein Geschäft stark betroffen. „Der Gastronomieservice brach komplett zusammen“, so Sahin. Das sei auf die Schließung der Restaurants zurückzuführen und den gesunkenen Bedarf. Das Geschäft am Saumarkt sei von der Corona-Krise nicht betroffen gewesen. Die Nachfrage sei kontinuierlich gut gewesen.

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