Um die Meßkircher Mittelalterbaustelle Campus Galli im Corona-Krisenjahr zu unterstützen, übergab der baden-württembergische Tourismusminister Guido Wolf (CDU) im Meßkircher Rathaus einen Förderbescheid in Höhe von 125 000 Euro. Mit diesem Landesgeld wird die Installation eines ehemaligen Gebäudes der Heilbronner Bundesgartenschau auf dem Campus-Gelände gefördert. Dieses Projekt hat ein Finanzvolumen von insgesamt knapp 279 000 Euro. Die Stadt beziehungsweise der Campus-Galli-Verein müssen rund 154 000 Euro dazu beisteuern. Wolf war es wichtig darauf hinzuweisen, denn so gebe es die Gewähr, dass die Mittel des Landes sinnvoll angelegt seien.

„Einzigartige Einrichtung im Land“

Grundsätzlich betonte der CDU-Minister, dass in seinem Ministerium sehr gründlich geprüft worden sei, ob Landesmittel für die Mittelalterbaustelle eingesetzt werden könnten. Eine Struktur wie sie der Campus Galli habe, sei im Land einzigartig und mit keiner anderen Einrichtung im Land vergleichbar. Die Experten im Ministerium kamen aber am Ende zu der Auffassung, dass der Campus Galli zum einen wegen seines „hohen Innovationspotenzials und seiner wichtigen Bedeutung für den Tourismus“ Steuermittel erhalten dürfe.

Antrag für weitere Landesgelder

Für ein weiches Abfedern des Krisenjahres werden noch Zuschussmittel aus dem grün geführten Wissenschafts- und Kunstministerium des Landes erwartet. Die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden sagte, vergangene Woche seien im Ministerium Kriterien für eine Vergabe festgelegt worden. Hannes Napierala, Campus-Geschäftsführer, sagte, er werde nun einen Antrag auf einen Zuschuss stellen. Auch im Wissenschaftsministerium musste geprüft werden, ob die Klosterbaustelle aufgrund der bestehenden Strukturen förderfähig ist. Klaus Burger, CDU-Landtagsabgeordneter, sagte bei dem gemeinsamen Termin mit dem Tourismusminister, er werde sich dafür einsetzen, dass der geplante Bau einer öffentlichen Bushaltestelle für den Campus über Zuschussmittel aus dem Leaderprogramm gefördert werde.

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