Mit der Linie 600 gibt es ab Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag ein neues ÖPNV-Angebot, das sieben Tagen in der Woche und stündlich sowohl in Richtung Sigmaringen als auch in Richtung Meßkirch verkehren wird. Angebunden sind damit Laiz, Inzigkofen, Vilsingen, Engelswies, Rohrdorf und der Campus Galli. Verbessert wird für die Gemeinden mit der neuen Linie auch die Anbindung an das Kreiskrankenhaus und an das Landratsamt.

Große Verbesserung für Meßkirch

Große Verbesserungen gibt es in Meßkirch: Die Stadt wird mit dem Regiobus an das überregionale Schienennetz angebunden, zwischen April und Oktober wird erstmals der Campus Galli angefahren. „Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Besucher ab der nächsten Saison unkompliziert mit dem Bus direkt an den Zugangsbereich gelangen. Wir gehen davon aus, dass sich damit die zwischenzeitlich angespannte Parkplatzsituation an besonders besucherstarken Tagen etwas entspannen wird“, erläuterte Bürgermeister Arne Zwick. Für Meßkirch ist die Anbindung künftig aber vor allem auch abends besser.

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Attraktives Angebot für ländlichen Kreis

Coronabedingt konnte die Einweihung nur im kleinen Rahmen erfolgen. Landrätin Stefanie Bürkle sagte: „Ein Stundentakt von 5 bis 24 Uhr, das ist ein wirklich attraktives Angebot im ÖPNV eines ländlichen Landkreises. Durch die neue Regiobuslinie 600 und die aufeinander abgestimmten Linien 102 und 600 wachsen Sigmaringen, Meßkirch und eine Vielzahl an Orten im westlichen Kreisteil damit nochmal ein Stück mehr zusammen.“

Zweite Linie fährt vorerst fünf Jahre

Der Landkreis Sigmaringen ist damit einer der wenigen Landkreise im Land, der bereits die zweite Regiobus-Linie realisiert. Das Land bezuschusst die Linie mit jährlich rund 144 300 Euro, was 50 Prozent des erwarteten Defizits beträgt. Der Kreistag hat dieselbe Summe freigegeben. Da die Landesförderung auf fünf Jahre beschränkt ist, ist das Angebot zunächst ebenfalls auf fünf Jahre befristet. Für die Strecke der Linie 600 benötigen die Busse etwa eine halbe Stunde und verkehren im Stundentakt. Auch Besucher des Donautals profitieren, in dem Ihnen eine autofreie Anreise bis Inzigkofen ermöglicht wird. Bürgermeister Bernd Gombold hob hervor, dass sich die Freizeitgestaltung der Bürger mit der neuen Linie deutlich attraktiver wird.