Die große Welt fängt vor der Haustür an. Klimawandel? Sieht jeder in den Kronen der Bäume in unserem Wald. Verkehrsstau? Erleben viele Menschen, wenn sie abends bei der Geberit in Pfullendorf am Kreisel stehen, weil sie wieder in ihre Stadt wollen. Oder am Stachus in Meßkirch, wenn es in die eine und in die andere Richtung einen Rückstau gibt. Die große Welt, sie fängt vor der Haustür in Meßkirch und Pfullendorf an. Und in den Ortsteilen und Weilern. Dort verbringen die Menschen die meiste Zeit ihres Lebens. Dort ist die Lokalredaktion. Und dort sind unsere Leser.

Die Serie erzählt von Begegnungen, Berufen und Begebenheiten

Der Tag hat 24 Stunden und wir, die SÜDKURIER-Lokalredaktionen Pfullendorf und Meßkirch, haben uns vorgenommen, jede Uhrzeit des Tages mit einer spannenden Lese-Geschichte zu begleiten. Ab Mittwoch, 9. Dezember, können Sie in unserer neuen Serie jede Woche auf den Lokalseiten erfahren, was einem in der Heimat ab 0 Uhr nachts widerfährt. Denn mit dieser Uhrzeit gehen wir an den Start. Während die einen zu dieser Stunde schon träumend in ihren Kissen liegen, haben andere alle Hände voll zu tun. In „24 Stunden in der Region“ erzählen wir von Begegnungen, Berufen und Begebenheiten.

Kleine und große Menschen kommen zu Wort

Auch wenn wir hier im ländlichen Raum und nicht in Berlin oder New York leben, so von wegen „Die Stadt, die niemals schläft“, sorgen Menschen rund um die Uhr dafür, dass der Laden läuft, dass etwas passiert – oder auch nichts passiert. Was bewegt die Menschen, die nachts dafür sorgen, dass unsere Gemeinden und Städte funktionieren? Was tragen Menschen zur Gemeinschaft und zum Zusammenhalt bei? Die Geschichten spielen sich also nicht nur tagsüber und in der Regelarbeitszeit ab, zumal das Leben zum Glück nicht nur aus Arbeit besteht. Im Vordergrund stehen dabei kleine und große Menschen, die nicht so oft in der Zeitung zu sehen sind oder zu Wort kommen, wie das zum Beispiel bei den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden der Fall ist.

Wie leben die Menschen in Meßkirch und Pfullendorf? In der neuen SÜDKURIER-Serie fragen wir die Menschen, was sie im Alltag bewegt und beschäftigt.
Wie leben die Menschen in Meßkirch und Pfullendorf? In der neuen SÜDKURIER-Serie fragen wir die Menschen, was sie im Alltag bewegt und beschäftigt. | Bild: Julia Lutz

Zwischen Brötchen und Bäumen, Fleckvieh und Flecktarn

Vier SÜDKURIER-Mitarbeiterinnen haben sich mit Block und Kamera in das Tages- und Nachtleben von Pfullendorf und Meßkirch gestürzt. Um 6 Uhr machte Christl Eberlein die Bekanntschaft mit muhendem Fleckvieh und um 11 Uhr unterhielt sich Kirsten Johanson mit Männern in Flecktarn. Sandra Häusler ließ sich vom Duft frisch gebackener Brötchen inspirieren und Hannah Senftleber stieg das Aroma von Leberkäswecken in die Nase. Sie trafen Schulkinder und Frühsportler, Pflegekräfte und Polizisten, doch wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Die Lokaljournalistinnen haben mit Bürgern gesprochen und sie gefragt, was sie bewegt. Sie durften hinter die Kulissen schauen, begleiteten Menschen bei ihrem Job oder in ihrer Freizeit. Und: Sie zollten denjenigen Respekt, die nachts arbeiten, denn es ist etwas anderes, wenn der Wecker nur ausnahmsweise für Recherchezwecke zu nachtschlafender klingelt. Ein Beispiel dafür sind die vielen SÜDKURIER-Zusteller, die bei Wind und Wetter unterwegs sind, um unseren Lesern an sechs Tagen die Woche die Zeitung pünktlich nach Hause zu liefern.

Über den Dächern von Meßkirch: Aber was spielt sich hinter den Fenstern und Türen ab? Mit dieser Frage beschäftigt sich unsere neue Serie.
Über den Dächern von Meßkirch: Aber was spielt sich hinter den Fenstern und Türen ab? Mit dieser Frage beschäftigt sich unsere neue Serie. | Bild: Günther Brender

Teil-Lockdown macht Recherche nicht leichter

Dabei spielte die Corona-Pandemie einmal nicht die Hauptrolle, auch wenn das Virus das Leben aller seit dem Frühjahr auf den Kopf gestellt hat. Der coronabedingte Teil-Lockdown hat in den vergangenen Wochen zwar das ein oder andere Mal dazwischengefunkt, gerade wenn es um Einrichtungen wie das Krankenhaus oder Hobbys wie Vereinssport ging. Doch selbst wenn beispielsweise das Vorhaben, Stammtische zu besuchen, wegen der Gastronomie-Schließung und Bewirtungsverbot nicht umgesetzt werden konnte, und das Nachtleben in Discos oder Kneipen auf Eis liegt, haben wir 24 interessante Geschichten aus dem Linzgau von A wie Ausbildung bis Z wie Zeitungszustellung zu erzählen.