Mit dem Sauschwänzle-Essen im Hotel Adler hat sich die Meßkircher Katzenzunft an Martini auf die Fasnet im kommenden Jahr eingestimmt. Auch in diesem Jahr mussten sich wieder zehn Mitglieder der Meßkircher Narrenzunft selber ins Zeug legen und die Arbeit in der Küche und im Service erledigen, da es offensichtlich weiter keinen Pächter für das Lokal gibt. Benjamin Lang, Geschäftsführer der Zunft, und seine Frau Martina organisierten, dass die Narren im gut gefüllten Adler sowohl was auf den Teller wie in die Gläser bekamen. In diesem Jahr konnten sich die Anwesenden auch musikalisch auf die närrische Saison einstimmen, denn nach dem offiziellen Teil spielte die „9er Kombo“. Diese hatte Zunftmeister Holger Schank als gute Stimmungskapelle angekündigt.

Uli Jehle servierte bei der Martini-Sitzung der Meßkircher Katzenzunft Sauschwänzle und Schlachtplatte.
Uli Jehle servierte bei der Martini-Sitzung der Meßkircher Katzenzunft Sauschwänzle und Schlachtplatte. | Bild: Dieterle-Jöchle, Manfred

Schlankeres Programm für den Schmotzigen

Im Kalender 2023 der Katzenzunft für die Fasnet in der Stadt wird es eine wesentliche Änderung zu den vergangenen Jahren geben. Denn der Zunftball wird nicht mehr am Schmotzigen stattfinden, sondern erst tags drauf. Die Suche der Narrenmutter wird deshalb auch um einen Tag nach hinten, auf Freitag, 17. Februar verlegt. Holger Schank begründete diese Entscheidung damit, dass der Schmotzige bisher mit dem Ausrufen der Fasnet in den frühen Morgenstunden bis zum Zunftball in die späten Abendstunden fast komplett ausgebucht war. Durch den neuen Termin für den Zunftball würde dem närrischen Volk am Schmotzigen nach dem Stellen des Narrenbaums die Möglichkeit geboten, in den Meßkircher Lokalen aber auch in Privathäuser die Fasnet zu feiern. In 2023 wird es eine neue Narrenmutter geben. Nach jetzt rund drei Jahren wird Sandra Kempf im kommenden Jahr aus dieser Rolle verabschiedet. Wegen der Corona-Pandemie war ihre Amtszeit verlängert worden, damit sie die Fasnet auch einmal weitgehend ohne Einschränkungen erleben kann.

Sechs verdiente Narren wurden ausgezeichnet

Während der Martini-Sitzung durfte Sandra Kempf sechs verdienten Mitglieder der Zunft silberne beziehungsweise bronzene Ehrennadeln der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN) anstecken. Diese hatte Bernd Rudolph, Mitglied des Rates der Singener Poppele-Zunft und Vertreter der Landschaft Hegau innerhalb der VSAN, im Gepäck. Ursprünglich war geplant gewesen, die jetzt geehrten Mitglieder der Meßkircher Katzenzunft bereits im Jahr 2020 auszuzeichnen. Doch dies war wegen den Corona-Regeln damals nicht möglich gewesen.

Probleme mit den Busfahrten

Nach derzeitigem Stand befürchten die Verantwortlichen der Katzenzunft für die Fasnet 2023 keine Einschränkungen, was das Corona-Virus anlangt. Dagegen sieht es etwas problematisch aus, was die Busfahrten zu auswärtigen Narrentreffen betrifft. Zum einen würden die Fahrten wegen der Energiekrise teurer werden. Zum anderen würden den Reiseunternehmen Busfahrer fehlen, so der Zunftmeister. Der erste Besuch eines Narrentreffens steht am 14. und 15. Januar 2023 an. Dann geht es nach Villingen, wo die dortige Katzenmusik ihr 150-jähriges Bestehen feiert. Zwischen beiden Vereinen gibt es historische Verbindungen, die auf der Gestaltung der närrischen Häser gründen.

2023 gibt es wieder einen Kolpingball

„Darüber freue ich mich besonders“, sagte Schank, als er ankündigte, dass es wieder einen närrischen Kolpingball geben wird. Dieser soll am Samstag, 11. Februar 2023 im Martinssaal stattfinden. Im Oktober 2023 wird die Meßkircher Katzenzunft die VSAN-Herbsttagung ausrichten. Holger Schank wird bei der Versammlung der Meßkircher Katzenzunft am 7. Januar 2023 erneut als Zunftmeister kandidieren.