Zu einem Handballtag hatte die Handballabteilung des Turnvereins (TV) Meßkirch interessierte Kinder und Jugendliche in die Stadthalle eingeladen. Unter der Leitung des neuen Trainers Thomas Fehrenbacher, der Jugendwartin Ella Held und weiteren ehrenamtlichen Betreuern hatten die Jungs und Mädels die Gelegenheit, spielerisch diesen Mannschaftssport kennenzulernen. Eingeteilt in Altersgruppen erprobten die Kids am vergangenen Wochenende das Ballspiel, das ganz bestimmten Regeln folgt.

Wesentliche Elemente des schnellen Sports erklärt

Trainer Thomas Fehrenbacher erklärt den Kindern die Abläufe und Regeln beim Handballsport.
Trainer Thomas Fehrenbacher erklärt den Kindern die Abläufe und Regeln beim Handballsport. | Bild: Susanne Grimm

Die fast naturgemäß vorhandene Neigung der Kinder zum Spielen mit dem Ball machten sich die Betreuer zunutze, indem sie die Kinder genau dazu animierten. Die wesentlichen Elemente des schnellen Sports wie Rennen, Prellen, Werfen und Fangen bauten Fehrenbach und Held ganz selbstverständlich in die Bewegungsspiele ein. Dem Alter entsprechend wurde den potenziellen Handballerinnen und Handballern ganz nebenbei die Bedeutung der Linien und Markierungen des Spielfelds erklärt.

Beim Handballschnuppertag stand Spiel und Spaß im Vordergrund, natürlich mit Ball.
Beim Handballschnuppertag stand Spiel und Spaß im Vordergrund, natürlich mit Ball. | Bild: Susanne Grimm

Zudem bauten die Leitenden für die Älteren zusätzliche Schwierigkeiten ein, wie Schritte und Ballprellungen zu zählen oder auf eine plötzliche Änderung im bisher festgelegten Ablauf zu reagieren. Beim Zuschauen wurde deutlich, wie enorm viele Fähigkeiten durch diesen Sport trainiert werden: Schnelligkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Beweglichkeit, Zielsicherheit, Koordination und Motorik, Kraft und Wendigkeit, aber auch die Fähigkeit, mit anderen zu interagieren und sich als Teil eines Teams zu begreifen.

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Ballspiel kommt dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen

Trainerin Anna Strigel meinte: „Für die Kinder steht in erster Linie der Spaß im Vordergrund, denn das Ballspiel kommt ihrem unbändigem Bewegungsdrang entgegen, den sie ja in der Schule und bei den Hausaufgaben unter Kontrolle halten müssen“. Sie hofft, mit den geplanten Schulkooperationen mehr Kinder für den Handballsport zu begeistern. „Wir haben eine große Bambini-Mannschaft. Auch bei der Jugend ist der Zulauf groß“.

Lücke zwischen der C-Jugend und den Aktivmannschaften

Die Kinder hätten großen Spaß am Handball. Bis zur C-Jugend seien die Mannschaften abgedeckt, doch zwischen der C-Jugend und den Aktivmannschaften „klafft eine große Lücke“. Hier würden die 14- bis 18-Jährigen fehlen. „Die Pubertät lässt viele Jugendliche den Sport wegen der jetzt anderen Interessenlage vernachlässigen“. Ein großes Problem sei auch der Trainermangel. Anna Strigel verweist auf die Jugendwartin Ella Held, die ebenso wie ihr Mann Peter Held mit großem Engagement mehrere Altersgruppen trainieren.

Handball-AGs an den Schulen

Jugendwartin Ella Held (von links) mit dem neuen Handballtrainer Thomas Fehrenbacher und Pressereferentin Anna Strigel.
Jugendwartin Ella Held (von links) mit dem neuen Handballtrainer Thomas Fehrenbacher und Pressereferentin Anna Strigel. | Bild: Susanne Grimm

„Wir wollen die Lücken schließen und die Jugend wieder für Handball begeistern“, sagte Strigel, auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung. Deshalb sollen Handball-AGs an den Schulen angeboten werden. Eine Kooperation mit den weiterführenden Schulen stehe in den Startlöchern, es müsse nur noch terminlich abgestimmt werden, wann die meisten Schüler auch Zeit dafür haben. Ansprechpartner für diese AG ist Thomas Fehrenbacher, der selbst auch Sportlehrer ist. „Wir hätten auch gerne eine Handball-AG an der Grund- und Hauptschule“, sagte Strigel, allerdings hapere es momentan noch an Betreuungskapazitäten. „Wir erhoffen uns davon, dass die Jugendlichen wieder Freude am Sport entdecken, vor allem am Teamsport, denn davon profitieren alle“.

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Die Handballabteilung hat auch einen Beitrag zum städtischen Ferienprogramm geleistet, das großartig angekommen sei: „24 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren haben daran teilgenommen“. Wie beim Handballtag sei auch hier altersmäßig aufgeteilt worden. „Binnendifferenzierte Förderung“, nannte die Handballfachfrau diese Vorgehensweise. „Wir freuen uns auf die kommende Saison“, sagte Anna Strigel, „endlich wieder ohne Einschränkungen spielen!“ Sie berichtete vom Trainingslager der aktiven Mannschaften mit fünf Trainingseinheiten pro Mannschaft. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft spielen derzeit in der Bezirksklasse und „sie sind voller Motivation!“