Pfeifkonzerte bei öffentlichen Rekrutenvereidigungen, Schulen, die sich mancherorts gegen den Besuch von Jugendoffizieren zur Information über die Bundeswehr und die dort gebotenen Berufsaussichten wehren, eine höchst schwierige Diskussion um die Schaffung einer nationalen Gedenkstätte für die im Afghanistan-Einsatz ums Leben gekommenen mehr als 50 Bundeswehrsoldaten. Die deutsche Zivilgesellschaft und auch die politischen Parteien würden sich schwer tun mit Militär und militärischer Prävention, so das Landratsamt Sigmaringen in einer Pressemitteilung.

Galeriegespräch im Schloss Meßkirch

Im Begleitprogramm der Ausstellung „Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges“ mit Fotografien von Claudio Hils von Militärstandorten im Kreis Sigmaringen findet am Sonntag, 17. Oktober, 15 Uhr, ein öffentliches Galeriegespräch unter dem Titel „Zivilgesellschaft und Militär“ statt. Teilnehmer sind Oberstleutnant Tobias Daniek, bis 2020 Leiter des Übungszentrums Spezielle Operationen in Pfullendorf, Oberst Jochen Gumprich, Standortältester der Bundeswehr in Stetten a.k.M., der Fotograf Claudio Hils aus Mengen, Frieder Kammerer von der Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau und Maik Lehn, Bürgermeister der Standortgemeinde Stetten a.k.M. Für den Besuch ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz, ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) sowie die Hinterlassung der Kontaktdaten erforderlich.

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Einblicke in militärische Tabuzonen

Das aus fünfjähriger Recherche hervorgegangene fotografische Ausstellungsprojekt gibt Einblicke in heutige militärische Tabuzonen direkt vor unserer Tür: „Heimatfront“ setzt sich mit Räumen zur militärischen Ausbildung und zur Terrorabwehr auseinander. Dabei überlagern sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft, wenn die verlassenen Militärstandorte aus Zeiten des Kalten Krieges festgehalten, die Gegenwart in Form von heutigen Übungsgeländen und „Bühnenbildern des Krieges“ seziert sowie der Ausblick in virtuelle Welten der Ausbildungssoftware der Bundeswehr gegeben wird.

Ausstellung zeigt Bilder aus Pfullendorf, Inneringen, Mottschieß und vom Heuberg

Die Aufnahmen sind an vier aktuellen und ehemaligen Militärstandorten im Landkreis entstanden: der Staufer-Kaserne Pfullendorf, den damaligen amerikanischen Sondermunitionslagern Inneringen und Mottschieß, dem Truppenübungsplatz und Lager Heuberg.