50 Jahre liegt die Gründung des Autohauses Moser in Meßkirch nun schon zurück und geändert hat sich seither einiges. Angefangen hatte damals alles in der Mengener Straße. 1970 hatte dort Hans Moser sein Autohaus eröffnet und vertrieb bis 1974 die Automarken Audi und NSU. Ab dem selben Jahr kam dann auch die Marke Volkswagen hinzu. Bis dato war Moser mit dem Autohaus Riedle das einzige Geschäft in Meßkirch, das VW verkaufte.

Filiale von Riedle übernommen

Mit dem Umzug 1977 an den aktuellen Standort in der Stockacher Straße übernahm Moser die Filiale von Riedle und war von da an der einzige VW-Händler in Meßkirch. Schon während dieser Zeit begann der heutige Chef Karlheinz Moser, Sohn von Hans Moser, mit seiner Lehre, denn früh stand fest, dass das Unternehmen in Familienbesitz bleiben soll. Im Jahr 2006 kam es dann nicht nur zu einer optischen Veränderung, durch den Abriss der Tankstelle und Bau der Ausstellungshalle, sondern auch personell gab es Zuwachs. Tochter Julia stieg mit in den Betrieb ein und begann Anfang 2007 ihre Ausbildung zur Mechatronikerin. Sie leitet mittlerweile zusammen mit Meister Eugen Hochweiss die Werkstatt.

Seit 2016 eine freie Werkstatt

2016 trennten sich Mosers von ihrem langjährigen Vertragspartner Volkswagen und agieren seither als freie Werkstatt. Eine weitere, ungewollte Umbaumaßnahme ereignete sich 2018, nachdem ein Brand, auf Grund eines elektronischen Defekts, Büros und Verkaufsraum zerstört hatte.

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Neben Umzug, kleineren und größeren Umbauten, gibt es aber natürlich viele weiter Dinge, die sich innerhalb der letzten 50 Jahre für den Familienbetrieb verändert haben. So sind Reparaturen mittlerweile hoch technologisiert. „Damals hat man noch alles mit Lehre und Prüflampe gemessen und eingestellt. Heutzutage geht das quasi nur noch mit dem Computer und geführter Fehlerfindung“, gibt Geschäftsführer Karlheinz Moser an.

Elektrisch betriebene Postautos kommen zur Inspektion

Auch in Sachen E-Mobilität geht das Autohaus mit der Zeit. Es wurden so bereits einige E-Autos verkauft und auch die elektronisch betriebenen Postautos in Meßkirch kommen regelmäßig zur Inspektion in die Werkstatt von Familie Moser.

Kauf von Verbrennern noch im Vordergrund

Moser selbst sieht jedoch weiterhin einen deutlichen Trend zum Kauf von Verbrennern, was seiner Meinung nach aber auch an der ländlichen Gegend liege. Ebenso könne er keine Änderung im Kaufverhalten von Dieselfahrzeugen feststellen. „Dieselautos sind nach wie vor die rentableren Langstreckenfahrzeuge“, erzählt er und das werde sich so schnell auch nicht ändern.

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Was den Nachwuchs angeht, haben Mosers schon seit Längerem keine Probleme mehr. Sie haben zwar ihre Ausbildungsstellen aufgrund ihres gut aufgestellten Teams von zwei auf eine reduziert, jedoch hätten sie zur Zeit keine Probleme jene Stelle zu besetzen.

Ausbildung mit Bestnoten abgeschlossen

Auch Viktor Gies, 32, der dieses Jahr seine Ausbildung mit Bestnoten abschließen konnte, bestätigt, dass er „tolle Kollegen“ hat und „sehr herzlich aufgenommen“ wurde. Derzeit beschäftigt das Autohaus einen weiteren Auszubildenden im zweiten Lehrjahr.

Bisher ohne Schließung durch die Corona-Pandemie

Trotz Jubiläum war der Familie Moser dieses Jahr noch nicht so ganz zum Feiern zu Mute. Mit Corona als ständigen Begleiter seit Anfang dieses Jahres wurde die Stimmung natürlich etwas getrübt. Doch wie Andrea Moser berichtet, habe der Familienbetrieb die Lockdown-Phase vergleichsweise gut überstanden. „Wir mussten nie Kurzarbeit anmelden und sind ohne Schließung durch die Krise gekommen“, erzählt sie im Gespräch.

Persönlicher Kontakt weiter wichtig

Auf die Frage, wo die Familie die Zukunft des Autohandels sehe, zeigt sich Karlheinz Moser zuversichtlich. Der Onlinehandel würde natürlich auch an ihnen nicht spurlos vorübergehen, jedoch sei er sicher, dass der persönliche Kontakt und die Beratung dem Kunden nach wie vor sehr wichtig seien. Daher wären auch kleinere Autohäuser, wie das der Mosers, unverzichtbar. Sein Kundenstamm, der sogar generationsübergreifend erhalten geblieben sei, bestätige ihn darin. „Wir bestehen nicht ohne, sondern nur mit unseren Kunden“, so Andrea Moser, die dankbar für das jahrelange Vertrauen und die Treue der Kundschaft ist.

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