Die Dampflok stellte lange Zeit die am weitesten verbreitete Zugart der Eisenbahn dar, weil sie es möglich machte, eine relativ große Leistung auf relativ kleinem Raum zu erbringen. Die Dampflokomotive bildete so den Grundstein für die Verbreitung des Schienenverkehrs. Heute gilt die Dampflok als überholt, weil es längst Züge gibt, die schneller fahren, leistungsfähiger sind und billiger im Betrieb. Auch der Umweltaspekt spielt eine Rolle bei der Forderung, alternative Energiequellen zu benutzen. Dennoch bleibt die Dampflokomotive historisch wertvoll und ist bei jedem Eisenbahnfreund sehr beliebt.

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Ab Singen fahren historische Damploks im Wechsel

Am Samstag, 18. September, fahren ab Singen zwei historische Dampfloks im Wechsel über Stockach bis in den Landkreis Sigmaringen und von dort über das Donautal zurück ins Hegau. Die Rundfahrt beginnt in Basel in der Schweiz, führt dann über Singen und Radolfzell auf die Ablachtalbahnstrecke. Diese einmalige Fahrt wird als gemeinsames Vorhaben von Eurovapor und der Haltinger-Speisewagenfreunde (HSF), unter Mitwirkung des Vereins Eisenbahnfreunde Zollernbahn (EZF) sowie Rail Event durchgeführt. Nebst dem ursprünglichen Fahrerlebnis bieten die Veranstalter für Eisenbahnfreunde und Fotografen mehrere Zwischenstopps an.

Mit der E-Lok von Basel nach Singen

Diese Rundfahrt startet im grenznahen Gebiet und führt über die landschaftlich reizvollen Strecken bis in den Landkreis Sigmaringen. In Deutschland werden mit der wieder im Einsatz stehenden Dampflok 23 058 sowie der Dampflok 52 7596 des Vereins Eisenbahnfreude Zollernbahn zwei historische Züge kombiniert, wobei zwischen Basel und Singen ein Extrazug mit einer elektrischen Lok verkehrt, die im Kleid des Rheingold-Express steckt. Sie stammt aus dem Jahr 1984. Die Lok verfügt nebst der Zulassung für die Schweiz auch über Zulassungen und Ausrüstungen für Fahrten in Deutschland und Österreich.

Diese historische Dampflok fährt auf der Ablachtalbahnstrecke und durch das Donautal.
Diese historische Dampflok fährt auf der Ablachtalbahnstrecke und durch das Donautal. | Bild: Julien Munsch

Es gibt noch freie Plätze

Wer noch mitfahren möchte, kann sich noch bis Sonntag, 12. September, einen Platz buchen. Singen kann als Zustieg separat gebucht werden. Ebenso sind Reservierungen im Speisewagen möglich.

Aufenthalt in Meßkirch: Für Fahrgäste und Bürger ein Erlebnis

Die historischen Loks sind auch für Bürger und Hobbyfotografen sehr sehenswert. Sie fahren mit einer Geschwindigkeit von rund 80 bis 85 Stundenkilometer und wurden in der jüngsten Vergangenheit aufwendig instand gesetzt. Der Wasserdampf wird weithin sichtbar, dafür sorgt die Kolbendampfmaschine, die die Druckenergie des Dampfs in mechanische Bewegungsenergie umwandelt. Als einmalige Erlebnisfahrt rollen die beiden Dampfloks jetzt zum ersten Mal auf die neue Ablachtalbahnstrecke. Die 39 Kilometer lange Strecke von Stockach bis Mengen ist bekanntlich erst seit Juli wieder in Betrieb. Ankunft in Meßkirch ist gegen 12.30 Uhr. Während die Fahrgäste einen rund zweieinhalbstündigen Aufenthalt haben, den sie für Gastronomiebesuche oder Führungen nutzen können, können Bürger sich die beiden Dampfloks in dieser Zeit am Bahnhof anschauen.

Rückfahrt über das schöne Donautal

Um 15 Uhr ist Abfahrt nach Mengen. Dort gibt es einen Richtungswechsel, sodass die Dampflok 23 058 dann die Fahrt führt. Die Heimfahrt führt dann über Sigmaringen ins Donautal, vorbei am Kloster Beuron und durch das wildromantische Tal bis nach Tuttlingen. Dort wird die Dampflok 52 7596 vom Zugschluss abgehängt. In Singen wird dann auch die zweite Dampflok nach rund 170 Kilometer Dampffahrt abgehängt. Von Singen fährt die Elektrolok wieder nach Basel.