Die wichtigste Rede in diesem Jahr stammt nach Meinung des CDU-Ortsverbandes in Meßkirch nicht von den drei Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), und nicht von Olaf Scholz (SPD) oder Annalena Baerbock (Grüne). Die wichtigste Rede stammt in den Augen der Christdemokraten von Xi Jinping, dem chinesischen Präsidenten auf Lebenszeit. Er will, dass China die Nummer 1 auf der Welt wird – wirtschaftlich, technologisch, politisch und militärisch.“ So setzte Günther Oettinger den Kontext zu Anfang seiner Rede am vergangenen Samstag in der Bärenschenke in Messkirch.

Oettinger sieht Europa vor großen außenpolitischen Herausforderungen

Auf Einladung des CDU-Politikers Thomas Bareiß, der sich am kommenden Sonntag wiederholt für ein Bundestagsmandat zur Wahl stellt, kam Oettinger nach Meßkirch. Als ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg war Oettinger bis 2019 als EU-Kommissar in der höchsten exekutiven Ebene der Europäischen Union beschäftigt. Als zutiefst überzeugter Europäer zeigt er sich so auch in seiner Rede in Meßkirch. Er skizziert die vielfältigen außenpolitischen Herausforderungen eines Europas, das zwischen den Stühlen steht – zwischen dem nach Macht strebenden China und den auf sich fixierten Amerikanern.

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Länder müssen an einem Strang ziehen

Die Worte kontrastieren mit der Biergarten-Stimmung am warmen Herbstabend, die im gut gefüllten Biergarten der Bärenschenke herrscht. Oettinger setzt sich mit pointierten Sätzen vom Wahlkampf ab, der auf innere Themen fokussiert ist und außenpolitische Perspektiven in den Augen der CDU vermissen lässt. Mit seiner Rede hat Oettinger damit in den Augen der CDU Meßkirch einen wichtigen Punkt getroffen: „Wir können lange über Wohlstand, Klimaschutz und Sicherheit in Deutschland diskutieren. Wenn die Weltgemeinschaft aber nicht mitspielt, werden all diese Bemühungen obsolet werden“.