Die Baustelle für das Krematorium am Friedhof in Meßkirch wird sich verzögern. Das teilt Hans Martin Herbrechtsmeier vom Investor Crema Consult in Villingen-Schwenningen auf Anfrage des SÜDKURIER mit.

Erstes Krematorium im Kreis Sigmaringen entsteht

Crema Consult baut schräg unterhalb des Stadtfriedhofs in der Ziegelbühlstraße das erste Krematorium im Landkreis Sigmaringen. Es wird eines von knapp 160 Krematorien in Deutschland sein. Inzwischen ist das Gebäude äußerlich fast fertiggestellt und der angrenzende städtische Parkplatz wieder in seinen Urprungszustand versetzt. Im Gebäude gehen die Arbeiten aber vorwärts. „Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenausbau und auf die Montage des eigentlichen Herzstückes des Gebäudes, der Feuerbestattungsanlage“, sagt Herbrechtsmeier. Der Bau dieser Anlage habe sich durch das Coronavirus verzögert, wobei es über die Wintermonate bereits witterungsbedingt zu Verzögerungen auf der Baustelle unterhalb des Friedhofs gekommen war.

Trafostation für Stromversorgung aufgestellt

Neben dem Bau der Feuerbestattungsanlage kümmere man sich aktuell um die Stromversorgung für das Krematorium. Die notwendige Trafostation wurde am Montag aufgestellt, die Kabelverlegungsarbeiten entlang der Ziegelbühlstraße seien gerade in Arbeit, so der Investor gegenüber dieser Zeitung.

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Inbetriebnahme des Krematoriums für Ende des Jahres geplant

Die Eröffnung des Krematoriums sei noch immer für das vierte Quartal dieses Jahr vorgesehen. Allerdings werde es eher Ende des Jahres, informiert Hans Martin Herbrechtsmeier . Einen genauen Termin gibt es noch nicht. „Entscheidend ist die Fertigstellung der Bestattungsanlage“, sagt Herbrechtsmeier. Und da sei man vom Anlagenhersteller abhängig. Deshalb macht der Investor derzeit keine weiteren Angaben zur Eröffnungsfeier. Coronabedingt ist dieses Jahr alles anderes.

Corona verschiebt geplante Führungen

Das geplante Konzept mit Führungen sei durch die Corona-Krise aktuell nicht umsetzbar. Allerdings sollen die Bürger trotzdem die Möglichkeit erhalten, das Krematorium kennenzulernen. „Wir machen uns intensiv Gedanken über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Wir werden ein Hygienekonzept erarbeiten, welches unter anderem von den gesetzlichen Vorgaben abhängig ist“, sagt er. Da man noch nicht wisse, welche Regelungen im Spätjahr gelten, könne man dazu jetzt noch nichts sagen.

Bereits im Frühling machte die Baustelle große Fortschritte.
Bereits im Frühling machte die Baustelle große Fortschritte. | Bild: Julia Lutz

Haupteinzugsgebiet im Kreis Sigmaringen

Sicher sei aber, dass es eine Möglichkeit für Führungen geben wird. „Ob sich dies zeitlich direkt mit der Inbetriebnahme des Krematoriums umsetzen lässt, kann ich noch nicht garantieren“, so Herbrechtsmeier weiter. Der Investor geht davon aus, dass der Kreis Sigmaringen und in Teilen der Bodenseekreis das Haupteinzugsgebiet des Krematoriums sein werden.