Die Juwi-Gruppe baut im Ortsteil Heudorf der Stadt Meßkirch einen 7,4 Megawatt-Freiflächen-Solarpark. Erneuerbare-Energien-Anlagen leisten nicht nur einen signifikanten Beitrag zum Klima- und Naturschutz, sondern auch zum Artenschutz. Das zeige der Bau des Solarparks im Meßkircher Stadtteil Heudorf auf beeindruckende Weise, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Kompensationsfläche für die Feldlerche

Für das rund 7,4 Hektar große Sonnenkraftwerk südlich der Bundestraße 311 wurden vor Baubeginn 6,9 Hektar an benachbarten Flächen für die Bedürfnisse der Feldlerche aufgewertet. „Eine solch großflächige Kompensation einer Freiflächensolaranlage haben wir noch nie umsetzen müssen“, sagt Juwi-Projektleiter Henning Simmes. „Denn schließlich entwickeln sich die Flächen innerhalb des Solarparks schnell zu einer Oase der Biodiversität. Das gilt sowohl für Gräser und Pflanzen als auch für die Tierwelt“, erläutert Simmes. „Gut geplante PV-Freiflächenanlagen kombinieren so Natur- und Klimaschutz auf optimale Weise.“

13 779 Solarmodule werden verlegt

Auf der eigentlichen Baustelle sind dieser Tage die Bauarbeiten angelaufen. Zunächst werden die Pfosten der Modultische gerammt, dann folgt die interne Verkabelung des Solarparks, bevor die Solarmodule verlegt werden können. 13 779 werden es nach Abschluss der Bauarbeiten sein. Zusammen haben sie eine installierte Leistung von 7,4 Megawatt Peak (MWpeak) und wandeln die Kraft der Sonne in elektrische Energie um. Im ersten Betriebsjahr kommen so mehr als 8,3 Millionen Kilowattstunden zusammen. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von mehr als 2650 Haushalten. Eingespeist wird der Strom über eine eigene Kabeltrasse in das anderthalb Kilometer entfernte Mittelspannungsnetz im Gewerbegebiet Weidenäcker. Zum Sichtschutz wird der Solarpark nach Abschluss der Bauarbeiten mit Hecken, einem Hochstaudenflur zur Lippentäle sowie einem Blühstreifen unter der Hochspannungs-Freileitung ausgestaltet.

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Die Planungen des Projekts reichen zurück bis ins Frühjahr 2019. Den Zuschlag der Bundesnetzagentur zur wettbewerblichen Ermittlung des Einspeisetarifs erhielt Juwi im Dezember 2019. Die Juwi-Gruppe zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Juwi bietet seit 25 Jahren die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um Planung, Bau und Betriebsführung erneuerbarer Energieanlagen an. Zu den Geschäftsfeldern zählen vor allem Projekte mit Wind- und Solarenergie sowie Hybridsysteme mit Speichern für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Wörrstadt bei Mainz und gehört seit Ende 2014 zur Mannheimer MVV Energie AG.