Claus Ketels nutzte die Möglichkeit, dass Bürger in der Sitzung des Meßkircher Gemeinderats Fragen stellen können, um auf die vermüllten Standorte der Glascontainer und teilweise nicht geleerte Container hinzuweisen. Eine Nachfrage des SÜDKURIER beim zuständigen Landratsamt ergab, dass die Ursache dafür ein Personalausfall bei der beauftragten Firma war.

Holger Kumpf, Technischer Leiter der Kreisabfallwirtschaft, teilte auf unsere Anfrage mit: „Für die Bereitstellung und die Abfuhr der Depotcontainer im Landkreis Sigmaringen sind die Dualen Systeme verantwortlich. Diese wiederum haben die Firma Alba mit der Aufgabe beauftragt. Grundsätzlich ist ein bedarfsorientierter Leerungsrhythmus (nach Vollmeldung), mindestens jedoch alle zwei Wochen vorgegeben.

Kreis für Reinigung verantwortlich

Für die Reinigung der Standorte sind wir als Landkreis verantwortlich, dies wird über einen von uns beauftragten Dienstleister übernommen. Auch dem Dienstleister und uns fiel auf, dass einzelne Standorte der Depotcontainer im Landkreis, wie die von ihnen beschriebenen in Meßkirch, nicht regulär geleert werden. Nach Rücksprache mit der Firma Alba konnten wir erfahren, dass ein Personalausfall dort aufgrund des allgemeinen Personalengpasses im Bereich der Transportbranche und der zusätzlichen Anforderungen eines Kranführerscheins an das Personal zur Leerung der Depotcontainer nicht kurzfristig kompensiert werden konnte.

Leerungen sollen nachgeholt werden

Wir stehen in engem Austausch mit der Firma Alba und den Dualen Systemen, sodass die ausgebliebenen Leerungen schnellstmöglich nachgeholt werden. Leider dauert dies aufgrund des erhöhten Aufkommens und des zusätzlichen Reinigungsaufwands nun einige Tage, bis alle Standorte wieder auf Stand sind. Natürlich ist es für die Bürgerinnen und Bürger ärgerlich, wenn die Container nicht ordnungsgemäß beziehungsweise termingerecht geleert werden.“ Kumpf weist darauf hin, dass auch die großen Glascontainer auf den Recyclinghöfen zur Entsorgung des Glasabfalls genutzt werden könnten.