Der Handwerker- und Bauernmarkt rund um Schloss Meßkirch ist im Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Er findet im Zweijahresrhythmus statt. Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Es ist bereits die neunte Auflage der Veranstaltung.

Von Glitzer-Tattoos bis Museumsführung

Produkte aus der Region wie Obst, Brot, Säfte, Kräuter und vieles mehr werden zum Kauf angeboten oder können vor Ort gekostet werden. Auch Liebhaber von Holzartikeln, Naturseifen, Imkerprodukten, Schmuck, Schaffellen und Handarbeiten kommen nicht zu kurz. Auf die kleinen Besucher warten unter anderem die Streichelfarm des Esel- und Schafhofs Sauldorf-Boll, ein Karussell und Glitzer-Tattoos. Für den musikalischen Rahmen sorgen die örtlichen Musikkapellen. Ein gemütlicher Biergarten und verschiedene Essensstände laden zum Verweilen ein. Der Meßkircher Handballverein bietet kühle Getränke und selbst gebackenen Kuchen an. Dazu gibt es Führungen durchs Schloss und den historischen Hofgarten. Alle Museen sind von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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Zirkus Eulenspiegel gibt Gastspiel

Für kleine und große Marktbesucher hat die Touristinformation auch einen Zirkus engagiert. Und der wird für Kurzweil und Vorführungen sorgen, die es in einem großen Zirkus nicht unbedingt gibt, wie die Verantwortlichen mitteilen. Wenn man von Fakir Till absieht, der auf Glasscherben stehen kann und sich auch auf einem Nagelbrett durchaus wohlzufühlen scheint. Direktor des Zirkusses Eulenspiegel ist Tausendsassa Michael Skuppin. Man kennt ihn als Bettelmönch vom Campus Galli, als Stadträuber in Pfullendorf, als den Stadtbarden von Bad Saulgau und Räuberhauptmann Schwarzer Veere in Ostrach. Kunststücke wird er am Sonntag nicht vorführen, wie er dem SÜDKURIER bei der Generalprobe verrät. „Meine Aufgabe ist es, das Publikum mit Sprüchen zu unterhalten und das Programm anzusagen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Bei der Generalprobe wird auch getestet, ob das Publikum musikalisch ist.
Bei der Generalprobe wird auch getestet, ob das Publikum musikalisch ist. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Wilhelm Tell und Donald Trump

Wer den Schauspieler und Komödianten kennt, der weiß, dass „seine Gosch“ unverkennbar ist. Er nimmt es am Sonntag sogar mit US-Präsident Donald Trump auf, wenn er sich als Wilhelm Tell versucht und dem Staatschef einen Luftballon vom Kopf schießt. So viel sei vorab verraten: Trump wird die Sache überleben und Meßkirch dann wieder verlassen. Er überlässt die Manege dann den keineswegs wilden tierischen Akteuren und auch dem Publikum. Denn beim Zirkus Eulenspiegel sind vier- und zweibeinige Bewohner vom Esel – und Schafhof in Boll dabei und zeigen, dass sie mehr können, als sich streicheln lassen.

Donald Trump lässt sich einen Luftballon vom Kopf schießen.
Donald Trump lässt sich einen Luftballon vom Kopf schießen. | Bild: privat

Esel Muck bereitet sich auf seinen großen Auftritt vor

Esel Muck kann zählen und rechnen, kennt sich mit Geometrie aus und steigt sogar durch den SÜDKURIER, nachdem er ihn gelesen hat. Und außerdem geht er auch über eine Wippe, wenn seine Besitzerin Veronika Rotthaler ihn ganz lieb bittet. Damit Till, der in Wahrheit Ivo Zosser heißt, ordentlich schlafen kann, darf er Schafe zählen. Echte natürlich. Und die springen dann auch noch über ihn drüber. Zosser hat übrigens auch Erfahrung, wie es in einem großen Zirkus zugeht. Denn er hat dort auch schon in der Tierdressur gearbeitet. Bei „Eulenspiegel“ dürfen die Zuschauer auch mitmachen und sich überraschen lassen, was die Darsteller sich so alles ausgedacht haben, kündigt Zosser an.

Ivo Zosser (links) und Veronika Rotthaler lassen Esel Muck den SÜDKURIER lesen und dann auch noch durchspringen. Das Grautier kann übrigens auch rechnen und kennt sich mit Geometrie aus.
Ivo Zosser (links) und Veronika Rotthaler lassen Esel Muck den SÜDKURIER lesen und dann auch noch durchspringen. Das Grautier kann übrigens auch rechnen und kennt sich mit Geometrie aus. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Zirkusdirektor wird zum Auktionator

Was die Gänse so alles können, das wird nicht verraten. Das sollte man sich schon selbst anschauen, meint Zosser. Die kostenlose Vorstellung beginnt um 15 Uhr. Die Aufführung dauert eine gute Stunde lang. Michael Skuppin wird sich um 17 Uhr auf der Bühne auch noch als Auktionator betätigen. Was er unters Volk bringen wird, das verrät er nicht. „Die Zeitung muss nicht alles wissen“, sagt er.