„Me hätts wisse kenne!“ unter diesem Motto startete die Meßkircher Katzenzunft am Samstag in die siebenwöchige Narrensaison 2019. Die Ehrungen gehörten ebenso zur Hauptversammlung im Martinssaal, wie die Aufnahme der beiden ersten Frauen in der Zunftgeschichte in den Katzenrat.

Verdiente Närrinnen überzeugen mit Kreativität und Organisationstalent

Constanze Kirchmaier und Edith Weber haben den Sprung in den Katzenrat geschafft. Dabei ging es aber nicht um die Erfüllung irgendeiner Frauenquote. Die beiden Frauen seien, so betonte der neue Zunftmeister Holger Schank, verdiente Närrinnen, die bereits in den letzten Jahren ihre Fähigkeiten und Eignungen für die Arbeit in der Zunft unter Beweis gestellt hätten. Gleichzeitig bedauerte der Narrenchef, dass die Öffnung des Katzenrates für Frauen erst jetzt erfolge. Schank sagte: „Neulich meinte jemand, wir würden mit der Öffnung mit der Zeit gehen. Ich antwortete, mit der Zeit wären wir gegangen, wenn wir diesen Schritt schon vor zehn Jahren gemacht hätten.“ Die beiden Frauen bereicherten die Arbeit des Katzenrates durch Kreativität und Organisationstalent, würdigte der Zunftmeister.

Constanze Kirchmaier bleibt auch Gildenmeisterin

Constanze Kirchmaier teilt sich das Amt der stellvertretenden Zunftmeisterin mit Benjamin Lang. Sie bleibt jedoch noch zusätzlich bis zur internen Wahl bei der Katzengilde im kommenden Herbst deren Gildenmeisterin. Das liege, so begründete Schank, daran, dass es in der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen sei, einen Nachfolger zu finden. Edith Lang wird sich als Mitglied des Vorstands um die Mitgliederverwaltung kümmern. Die Frauen müssen sich ebenso wie die übrigen Mitglieder des Katzenrates im kommenden Jahr erneut bei den regulären Vorstandswahlen dem Votum der Katzenbasis stellen. Optisch ist die Emanzipation der neuen Katzenrätinnen wohl noch nicht vollzogen. Holger Schank: „Sie haben vorläufig beschlossen, dass sie nicht im roten Mantel und Kniebundhosen bei Umzügen mitlaufen werden. Zumindest vorläufig werden sie das schönste Häs unserer Zunft anbehalten, nämlich die Katz.“ Etwas ironisch fügte der Narrenchef dazu: „Ich merke schon, wie gerade die älteren Herren in der vorderen Reihe erleichtert aufschnaufen.“

Zahlreiche verdiente Narren werden geehrt

Außer den beiden großen Auszeichnungen für den bisherigen Zunftmeister Martin Birk und seine Ehefrau Doris gab es im Rahmen der Hauptversammlung zahlreiche weitere Ehrungen in Form von Orden. Birk ist als Anerkennung für seine achtjährige Zeit als Zunftmeister zum Ehrenzunftmeister ernannt worden, seine Frau erhielt für die Unterstützung ihres Gatten den großen Verdienstorden der Katzenzunft.

Die weiteren Auszeichnungen sind der kleine Verdienstorden an Patrick Deufel, Jakob Straub, Daniel Braun und Natalie Halder. Den Gesellenorden bekamen Markus Götzinger, Marion Brecht, Sabine Fritz, Patrick Hanser, Sandra Töfferl, Marcel Back, Philipp Hauff, Corinna Schätzle, Marina Buhl, Novaly Häckl, Carmen Schlegel, Tobias Haug, Jörg Brode und Claudia Dorss. Mit dem Meisterorden würdigte die Zunft Diana Schlotterer, Stefan Hopp, Johannes Hopp, Sonja Schneider, Verena Kolandt-Bantle, Karin Gasser, Dirk Schneider, Claudia Gulde-Schneider, Manuela Schlesinger und Edith Weber.