Die gesamte Rothaus-Crew, angeführt von Bürgermeisterin Roswitha Beck, schaute zum Rothaus im Schornsteinfeger-Look heraus, als Büttel Marcel Greber zur Vertreibung der Rathaus-Damen kam. "S`ganz Johr haltet se eis Schwenninger Bürger zum Narra, aber jetzt a dera Fasnet lammer eis des ganz gwies nimme gfalla", rief er der "Schultussy" und ihrem Team lautstark entgegen.

"Für Narren keinen Zutritt" und: "Hier regieret die Vernunft" war groß auf Plakaten am Eingang zu lesen. Roswitha Beck forderte die Wasserschöpfer dazu auf, mehrere von ihr angestimmte Fasnetslieder weiter zu singen, darunter war der aus Stetten a.k.M. stammenden Mitarbeiterin Sonja Dreher zuliebe sogar der Johann-Jakob-Scheiffele-Marsch der Bockzunft. Nach dieser bestandenen Prüfung musste sich der Büttel den Rathausschlüssel über eine Leiter aus dem Fenster im Obergeschoss abholen. Dann war Party angesagt im Rathaussaal: Die charmanten Schornsteinfegerinnen sangen unterstützt durch Hausmeister Jürgen Kathofer einen fetzigen Text zur Melodie "Uff da schwäbische Eisabahna". Die Fasnets-Küsserei vom Zunftmeister Raimund wurde von den Schwarzen vom Rothaus ganz besonders besungen mit Zeilen wie: "Au da Mädle dät was fehla, des weand mir au it verhehla, für d`Mädle isch`s an Hochgenuss, äll Johr vom Raimund so ein Kuss."

Bürgermeisterin Beck und ihre Frauen durften sich dann die traditionelle Rede der Säcklesmeisterin Margit Kuri anhören: "A neues Vereins-Stüble sollt dringend her. Ob wohl die Wohnung im Pfarrhaus vom neua Zahnarzt was wär." Oder: "Eiserm Greber Marcus träumt es schon lang vom a Vereinsheim im benachbarten Farrenstall, da wird je grad wie wild investiert, ob sich des für dia paar Maschine vom Bauhof au rentiert?" Mit diesen Sprüchen forderte Kuri die Gemeinde auf, den Wasserschöpfern ein neues Vereinsheim zur Verfügung zu stellen, weil das bisherige nicht mehr lang bewohnbar ist. Nach dem dreifachen "Wasser-Schöpfer" und "Kemmat-Feger" feierten alle zusammen mit Sekt und Brezeln und bei der Polonaise.

Nächste Stationen der Narren waren Volksbank, Kindergarten und die Schule. Auch dort zogen die Hästräger zusammen mit der Gugge durch die Räume und befreiten die Schüler. Die Froner stellten am Nachmittag vor der Heuberghalle den Narrenbaum. Danach feierten alle in der Heuberghalle und Karin Mattes und Theresa Raiber luden zur Mini-Playback-Show.