Der Workshop „ZusammenLebenBewegen – Sei dabei!“, den die Stadt Meßkirch initiiert und die Integrationsbeauftragte Martina Eisele organisiert hat, trägt erste Früchte. Vier Arbeitskreise sind daraus hervorgegangen: die Projektgruppen Begegnungsstätte, Patenschaften, Mobilität und Bürgertreff. Die Verantwortlichen für den Bürgertreff konnten im Mai bei einer Gründungsversammlung die Museumsgesellschaft als Dachorganisation gewinnen. Die erste Veranstaltung ist für diesen Sommer geplant.

Diskussionsrunde einmal pro Quartal

Bei der Gründungsversammlung der Projektgruppe Bürgertreff formulierten die Mitglieder das Ziel, einmal pro Quartal eine Diskussionsveranstaltung zu organisieren, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Inhalt des Abends wird jeweils ein lokalspezifisches aktuelles Thema sein, das entweder in der Stadt schon länger rumort oder in den Medien aktuell diskutiert wird. „Die Tradition kommt aus dem Bürgerstammtisch, den wir als moderierte Form abwandeln wollen“, erklärt Armin Heim vom Bürgertreff-Team.

Impulsreferat als Grundlage

Zu jedem Abend wir ein sachkundiger Referent eingeladen, der ein 20-minütiges Impulsreferat halten soll. Denn nur wenn man wisse, worüber man rede, könnten sich interessante und anregende Gespräche entwickeln. „Im Gegensatz zu sonstigen Vorträgen sollen das Referat und die Diskussion über das Thema gleichwertige Bestandteile sein“, beschreibt Heim. Theresia Löchel-Gittel fügt an: „Und es darf gern kontrovers diskutiert werden.“

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Organisatoren hoffen auf „Stammpublikum“

Armin Heim ergänzt: „Schön wäre es, wenn sich mit der Zeit eine Art Stammpublikum herauskristallisieren könnte.“ Die Abende sollen die Chance bieten, sich mit Themen auseinanderzusetzen, mit denen man sich ansonsten eventuell nicht befassen würde. Das eröffne jedem Teilnehmer neue Horizonte.

Themen aus Meßkirch im Fokus

Da Themen im Fokus stünden, die mit Meßkirch zu tun haben, könnte das für alle Meßkircher interessant sein, nimmt das Projektteam an. „Es ist immer eine Bereicherung, sich offen auf etwas einzulassen“, erklärt Theresia Löchel-Gittel. Oft könne man plötzlich einer Sache etwas abgewinnen, die man vorher vielleicht als uninteressant vorverurteilt habe.

Veranstaltungsort kann wechseln

Mit den Örtlichkeiten hat sich die Projektgruppe noch nicht festgelegt. „Der Veranstaltungsort soll zum Thema passen“, sagt Heim. Das könnten ganz ungewöhnliche Orte sein, die vielleicht an sich den „Wunderfitz“ aktivieren. Die Projektgruppe wird sich ein- bis zweimal im Jahr treffen, um eine Themenliste zu erarbeiten und eine verantwortliche Person festzulegen.

„Liste reicht für vier Jahre“

„Die Liste, die wir erarbeitet haben, reicht für vier Jahre“, schmunzelt Heim. „Es sind überraschend schöne und viele Themen zusammengekommen“, freut sich auch Theresia Löchel-Gittel. Als eines der ersten Themen sei die Gestaltung des Hofgartens denkbar. Dann könnte es um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus in Meßkirch, die Tourismus-Kooperationen, die Idee der Genussgasse in der Hauptstraße oder das weitere Entwicklungskonzept der Stadt gehen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Doch es gibt eine Spendenkasse, damit den Referenten wenigsten ein Fahrtgeld gezahlt werden könne. Das Team hofft auch, Sponsoren zu finden. Noch im Sommer soll es eine erste Veranstaltung geben.