Zum 6. Mal in Folge veranstaltete der DULFc e.V. sein jährliches Fliegertreffen. DULFc steht für Deutscher Ultraleichtfliegerclub, ein Fliegerverein der 1982 in Frankfurt am Main gegründet wurde und durch besondere Umstände auf dem Rudi-Rebholz-Sonderlandeplatz in Sauldorf-Boll beheimatet ist.

Rund 60 Piloten aus der näheren und weiteren Umgebung sind der Vereinseinladung gefolgt und steuerten bei idealen Witterungsbedingungen die Piste in Sauldorf-Boll an. Auf der Gästeliste fand man dann Anschriften wie Höxter-Holzminden, Kassel, Weimar, Aschaffenburg, Mühldorf am Inn und Nürnberg, also Piloten die mit ihren Ul-Flugzeugen die relativ weitesten Strecken zurücklegten um beim Event in Boll dabei zu sein. Flugleiter Moritz Futterer registrierte rund 200 Flugbewegungen.

Stefan Damm ein UL-Pilot aus Kassel nutze die Gelegenheit der guten Witterung und flog schon vor einer Woche los. Sein Weg führte zunächst ins Nachbarland Österreich nach Wien. Über Schärding, Gmünden, Zell am See und Ampfing führte sein Weg nach Sauldorf-Boll. Zum 2. Male in Folge weil hier am Platz die Leute so nett sind um das Umfeld stimme so der vielgereiste Pilot mit seinem Ul-Flugzeug "Euro -Fox". Sepp Aigner aus Mühldorf am Inn erreichte nach knapp 2 Stunden Flugzeit den Platz. Auch er wollte beim Fly-In dabei sein. Schon vor ungefähr 10 Jahren haben er schon einmal hier gelandet. Vieles hat sich verändert, die Piste, der Tower und das gesamte Umfeld stelle sich inzwischen beispielhaft dar so der Pilot aus Oberbayern, der im Zelt bei seiner FK 9 übernachtete und am Sonntag mit einem Zwischenstopp in Erbach bei Ulm die Heimreise antrat.

<p>Gemütliches Beisammensein und das  gemeinsame Gespräch,im Hintergrund das Fluggeschehen. Das gehört zum Fly-In in Sauldorf-Boll</p>

Gemütliches Beisammensein und das gemeinsame Gespräch,im Hintergrund das Fluggeschehen. Das gehört zum Fly-In in Sauldorf-Boll

Mit den 20 Ul-Flugzeugen die am Sonderlandeplatz in den Hallen des Platzhalters Otmar Rebholz stationiert sind und den vielen Gastflugzeugen zeigte sich ein vielfältiges und buntes Fliegerdasein auf und rund um die Start- und Landebahn die in der Fliegersprache nur als Piste angesprochen wird.

Doppeldecker, Hoch- und Tiefdecker, Tragschrauber, Drachentreaks und UL-Motorschirmflieger zum Teil in traditioneller und überwiegend in moderner Ausstattung interessierten selbst die erfahrenen Piloten als auch die Gäste der UL-Flugzeugschau. Mit der vereinseigenen Maschine eine C 42 konnten die Gäste Rundflüge buchen Eine kurze Reise an den Bodensee und/oder in das nahe gelegene Donautal war dann auch ein besonderes Erlebnis weil witterungsbedingt ausgezeichnete Fernsichteindrücke entstanden.

Für das kulinarische Vergnügen sorgte der Fliegerverein wobei sich Vereinsvorstand Eckehard Futterer für deren Zubereitung besonders einbrachte. Die Fliegerkapelle mit Günther und Norbert umrahmten dien Event musikalisch.
 

<p>Nachgefragt bei Erwin Griesmeier, Vorstandsmitglied,Organisator und Geschäftsführer des DULFC e.V.</p>

Nachgefragt bei Erwin Griesmeier, Vorstandsmitglied,Organisator und Geschäftsführer des DULFC e.V.


Nachgefragt bei Erwin Griesmeier (69) Mitglied seit 1968 und Vorstandsmitglied als Geschäftsführer seit über 10 Jahren.

Warum veranstaltet der Verein jährlich ein Fly-In?

Erwin Griesmeier: Dem Verein ist es daran gelegen den UL-Luftfahrtsport voranzubringen und den Standort Sauldorf-Boll im Umkreis bekannt zu machen. Deshalb wird dieser Fly-Inn als Wiederholungstat ausgeführt.#

Was sind die Vereinsziele?

Erwin Greismeier: Die Förderung des UL-Flugsportes. Insbesondere die Ausbildung interessierter Mitglieder durch Theorie und Praxis wozu ein vereinseigens Flugzeug bereitsteht und auch von ausgebildete Piloten auf Charter Basis genutzt werden kann. Zur Zeit werden 7 Personen in Theorie und Praxis ausgebildet

Wie sieht es in 10 Jahren aus?

Erwin Griesmeier: Hoffentlich so gut wie heute. Die jährliche Fly-In Veranstaltung bei besten Witterungsverhältnissen. Die gute und optimale Zusammenarbeit im Vorstandsteam sowie mit dem Platzhalter Otmar Reibholz. Hoffentlich bleibt der Verein von Unfällen verschont dazu hilft der Fliegerclub mit permanenten Fortbildungen und Informationen. Das gemeinsame Gespräch, die Diskussionen um die ultraleichte Fliegerei unterm Sonnenschirm beim Tower möge erhalten bleiben Das sind meine Wünsche für den mindestens 10jährigen Zeitraum.