Weil die Mengen an angeliefertem Grüngut deutlich mehr geworden sind, wird der Landkreis in die Entsorgungsanlage im Meßkircher Ortsteil Ringgenbach investieren. Der Anteil krautigen Grünguts belief sich im vergangenen Jahr auf 11 040 Tonnen, der Anteil holzigen Grünguts gibt das Landratsamt mit 2200 Tonen an. Mit 13 240 Tonnen liegt der Anteil des Grünguts, das in Ringgenbach angeliefert wurde, absolut an der Spitze. Restmüll und Sperrmüll folgen zusammen genommen mit 9861 Tonnen an zweiter Stelle – siehe Kasten.

"Durch gestiegene Mengen an krautigem Grüngut und hohe rechtliche Anforderungen an die Kompostierung besteht für die Anlage ein neuer Platzbedarf", sagt Michael Wortmann, Leiter der Kreisabfallwirtschaft, auf Anfrage des SÜDKURIER. Zusätzliche Flächen innerhalb der Entsorgungsanlage stünden für diesen Zweck nur sehr eingeschränkt zu Verfügung. "Aus diesem Grunde wird ein unmittelbar angrenzendes Grundstück mit 3200 Quadratmetern erworben", beschreibt Wortmann die Planungen der Kreisbehörde. Rund 3000 Quadratmeter sollen asphaltiert werden. Zudem wird eine Entwässerungseinrichtung gebaut. Nach einer aktuellen Kostenschätzung beträgt der Kostenrahmen für das Gesamtvorhaben rund 790 000 Euro. "Die Maßnahmen sollen bis Ende 2019 umgesetzt werden", sagt der Chef der Kreisabfallwirtschaft. "Mit der geplanten Maßnahme sind wir sicher, den Bedarf, soweit man ihn heute erahnen kann, abdecken zu können", antwortet Wortmann auf die Frage dieser Zeitung, ob die geplanten Maßnahmen für die Zukunft reichen würden.

Im Frühjahr und vor allem im Herbst treten nach Wortmanns Angaben gegenüber dieser Zeitung über einen begrenzten Zeitraum bei der Anlieferung zur Entsorgungsanlage in Ringgenbach immer mal wieder Engpässe auf, die vor allem durch die dann jahreszeitlich bedingt erhöhten Anlieferungen an Grüngut verursacht werden. "Durch das Schaffen besserer Platzverhältnisse auf der Grüngutkompostierungsanlage kann der zeitweise auftretende Anlieferungsengpass ein wenig entschärft werden", ist sich Wortmann sicher. Eine weitere Entlastung entstehe jedoch dadurch, wenn – wie darüber hinaus geplant – in den nächsten Jahren in jeder Raumschaft des Landkreises komfortable Abgabemöglichkeiten für Grüngut zur Verfügung stehen würden.

Auf der Entsorgungsanlage im Meßkircher Ortsteil Ringgenbach arbeiten nach Angaben des Sigmaringer Landratsamts fünf Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft.