"Würdigen, hinschauen und Hoffnung machen": So lautet das zentrale Ziel eines politischen Nachtgebets, das die ökumenische Gemeinschaft am Sonntag, 7. April, 18 Uhr, in der Liebfrauenkirche in Meßkirch veranstaltet. Der Gottesdienst, den der Meßkircher "SingOut"-Chor begleitet, soll mit Bibeltexten, Gebeten, Liedern, Fürbitten und selbstformulierten Texte gestaltet werden. Zum Organisationsteam gehören in der katholischen und der evangelischen Kirche Engagierte: Sybille Konstanzer, Ulrich Marx, Rita Hafner-Degen, Andrea Braun-Henle, Veronika Ehrenmann, Mechthild Grau, Ulrich Wichert und Cornelia Degen. Thematisch werden Menschenrechte im Mittelpunkt stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Anklagend, aber auch hoffnungsweisend: Organisatoren verfassen Texte zu einzelnen Menschenrechten

Jeder der Organisatoren hat sich in Vorbereitung für das Nachtgebet ein bestimmtes Menschenrecht herausgesucht und dazu einen Text verfasst. Andrea Braun-Henle beispielsweise hat sich aufgrund ihres Berufes als Lehrerin für das Recht auf Bildung entschieden. Die Texte sollen anklagend, aber eben auch hoffnungsweisend sein.

Weshalb bei dem Gottesdienst gerade Menschenrechte in den Fokus genommen werden? In Anbetracht der anstehenden Kommunal- und Europawahlen werde 2019 politisch gesehen ein Jahr von großer Wichtigkeit sein, erklären die Organisatoren im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Im Zusammenhang mit den Wahlen kämen alte und neue Ängste rund um Themen wie innere Sicherheit und Migration auf. Und Rechtspopulisten und andere Gruppierungen nutzen diese Situation nach Argumentation der ökumenischen Gemeinschaft oftmals aus, um ein deformiertes Bild der Realität zu vermitteln. "Was wir Menschen alles Gutes tun, wird oft außen vor gelassen", erklärt Sybille Konstanzer. Das Zitieren der Menschenrechte soll all jene in ihrem Tun bestätigen, die Positives in der Gesellschaft bewirken. Es soll aber auch denen Hoffnung schenken, die durch die aktuelle Lage verunsichert sind. "Was die Schüler freitags machen, veranstalten wir an einem Sonntagabend", vergleicht Rita Hafner-Degen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Mosambik, will das Organisationsteam nun nicht nur "Würdigen, Hinschauen und Hoffnung machen", sondern mit seinem Gottesdienst auch etwas bewegen. Hierfür soll am Ende um eine Kollekte für die Opfer des Wirbelsturms gebeten werden.