Ab Sonntag, 1.¦September, ist die Zimmernstadt um ein gastronomisches Angebot reicher: Um 10 Uhr öffnet das neue Bistro B¦311 auf dem Bahnareal mit einem kleinen Sektempfang. „Das Frühstück steht dann bereit“, sagt Mandy Teicher. Sie ist die Chefin des Services und will mit ihrem Team dafür sorgen, dass es den Gästen an nichts fehlen wird. Und die dürfen sich auf leckere Dinge aus dem Topf und vom Grill freuen, die von den beiden Köchen Arthur Böhler, der für die Vorbereitungsküche zuständig ist, und Sebastian Seiler, dem man im großen Gastraum zusehen kann, zubereitet werden.

Die Karte umfasst eine Auswahl frischer Salate, Beilagen aller Art und Hauptspeisen für jeden Geschmack. An den Werktagen gibt es verschiedene Tagesessen zum Preis von 6,50 Euro und auch wer zusätzlich eine Suppe oder ein leckeres Dessert wünscht, der wird nicht leer ausgehen. Ab dem 8. September gehört auch ein Sonntagsbrunch zum Angebot.

Mit den 80 Sitzplätzen im Innenbereich und weiteren 60 auf der Terrasse ist man auch für Busgesellschaften gerüstet. Da dürfen Kaffee und Kuchen natürlich nicht fehlen. Dafür sorgt ein Bäcker aus der Region. Denn auch hier gibt man regionalen Produkten den Vorzug. „Schwäbisch-badisch“ definiert Geschäftsführer Herbert Alber das Speisenangebot. Von 8 bis etwa 18 Uhr darf man sich selbst bedienen. Danach werden Bestellungen auch an den Tischen aufgenommen. Einem gemütlichen Abend im „B¦311“ steht also nichts entgegen.

290 Quadratmeter an Fläche misst der helle Innenraum, wo Tische und Stühle darauf warten, dass die Gäste Platz nehmen. Und das an sieben Tagen in der Woche. Barrierefreiheit ist gegeben und Parkplätze gibt es auch. Natürlich auf für Busse und im Bistro B¦311 gilt selbstverständlich „Biker welcome“. Übrigens: Natürlich darf man auch zu Fuß ins Bistro kommen. Dann kann man schon mal die moderne SB-Theke in Augenschein nehmen oder sich eine Kaffeespezialität zubereiten lassen. Auch gekühlte Getränke stehen für die Gäste bereit.

Herbert Alber ist auf die Reaktionen der Gäste gespannt und freut sich auf deren Rückmeldungen. Für ihn ist die Gastronomie Neuland, aber er hat sich Mitarbeiter vom Fach geholt und ist überzeugt, mit dem Bistro und dem zukünftigen Campingplatz eine gute Investition gemacht zu haben. Er ist mit vollem Engagement dabei und jemand, „der auch noch was lernen kann“, wie er schmunzelnd erzählt.

„Eine Bereicherung für den Tourismus“

Meßkirch (kf/dim) Der Name von Meßkirchs neuem gastronomischem Betrieb, dem Bistro B¦311, kommt von der nahen Bundesstraße, die über die große Brücke führt, von der man auf das Bistro herabschauen kann. Im Januar kommenden Jahres soll auf dem Areal an der Ablach noch zusätzlich ein Campingplatz in Betrieb gehen. Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick sieht in beiden Angeboten eine Bereicherung für den regionalen Tourismus, auch im Umfeld der Mittelalterbaustelle Campus Galli. „Mehr Angebot zieht auch mehr Leute an und da haben dann alles was davon“, ist Zwick überzeugt.

Urlaub mit dem E-Bike wird immer beliebter und deshalb hat man auch an diese Zielgruppe der Radtouristen gedacht und gleich sechs Ladestationen auf dem Areal des Bistro B¦311 installiert. So kann man gemütlich seinen Hunger stillen, während das Zweirad mit Strom gefüttert wird. Der Vergleich mit den Raststationen früherer Zeiten ist da vielleicht gar nicht so falsch. Nur waren es damals die Pferde, die gefüttert worden sind, während die Reisenden eine Mahlzeit zu sich genommen haben.

Anlässlich des symbolischen Spatenstichs im November vergangenen Jahres hatte Herbert Alber, Geschäftsführer des an der Ablach gelegenen Bistros B¦311, auch darauf hingewiesen, dass das Bistro zuerst in der Hauptstraße hätte eröffnet werden sollen, es dann aber ganz anders gekommen sei. Das Fessler-Gebäude habe wegen des daneben liegenden Bären-Gebäudes nicht abgerissen werden können und dann sei das Grundstück auf dem Bahnareal ins Gespräch gekommen und die Idee eines Wohnmobilstellplatzes sei mit dazugekommen, sagte der Investor und Bauherr damals.

Architekt Florian Offner erinnerte bei dem Spatenstich daran, dass parallel zur Planung auf dem innerstädtischen Grundstück das jetzige Areal des Bistros ab Mitte 2017 untersucht worden sei und die Planungen um eine mögliche Nutzungserweiterung
in Form eines Campingplatzes erweitert worden seien. „Nach Einschätzung
und Beurteilung der Varianten hat der Investor dann gemeinsam mit uns entschieden,
dass die Symbiose von Bistro und Camping an dem heutigen Standort mehr Potenzial bietet“, resümierte Offner im November vergangenen Jahres. Das Grundstück habe eine Herausforderung bedeutet, insofern dafür erst von der Stadt Baurecht geschaffen werden musste. Die Grundstücksfläche des Bistros und des Wohnmobilstell- und Campingplatzes beläuft sich auf 8174 Quadratmeter. Der Campingbereich nimmt dabei rund 6480 Quadratmeter ein.