Totgesagte leben länger. Diese altbekannte Wendung trifft auch auf die Tischtennisabteilung des Turnvereins Meßkirch zu. So hatte der SÜDKURIER im Januar 2012 darüber berichtet, dass die Tischtennisabteilung des TV vor ihrem Aus stünde. Abteilungsleiter Wolfgang Strobel, der zu diesem Zeitpunkt seit 20 Jahren dieses Amt innehatte und dabei viel Aufbauarbeit für den Tischtennissport in der Zimmernstadt geleistet hatte, wollte nicht mehr weitermachen und ein Nachfolger war zu dem Zeitpunkt nicht in Sicht.

Einen Nachfolger hat es auch im Jahr 2018 noch keinen gegeben und dennoch steht Strobel nach wie vor regelmäßig mit seinen Mitspielern in der Sporthalle des Gymnasiums am Feldweg zum Tischtennis-Training. "Manchmal kommen auch Jugendliche mit dazu, aber ich mache hier kein spezielles Training mehr für sie", sagt er. Herbert Nopper, der frühere Vorsitzende des Turnvereins, hatte 2012 resümiert, das Problem liege darin, dass das Tischtennis-Angebot in Meßkirch mehr oder weniger unbekannt geblieben sei. Das ist schade, denn Strobel berichte, dass nach wie vor immer wieder Eltern bei ihm anriefen und nachfragten, ob es denn keine spezielles Tischtennis-Training mehr für Jugendliche in der Stadt gibt. Strobel stellt fest: Er werde es nicht mehr machen, aber wenn sich von Elternseite ein Vater oder eine Mutter bereit erklären würde, dann könnte das Jugendtraining auch gerne wieder reaktiviert werden. 

Er könne sich gut vorstellen, dass sich der ein oder andere Jugendliche für den Sport begeistern könne, denn beim Tischtennis handle es sich um ein spannendes Spiel, das sehr schnell ist und das den Spielern Konzentration und eine große Reaktionsstärke abverlangt. Dabei sei Tischtennis erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in England gespielt worden, und zwar unter dem Namen „Ping Pong“, unter dem es noch heute in China bekannt sei. Dort ist es ein Breitensport. 

"Etwas Gehühl für den Ball, ist nicht schlecht", beschreibt er eine Voraussetzung, die Neueinsteiger mitbringen sollten. Ansonsten sei Tischtennis jedoch auch ein Sport, den man bis ins hohe Altern betreiben könne. Der älteste Spieler in der Tischtennisabteilung sei beispielsweise 80 Jahre alt. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Dinge, die man für den Sport braucht, nicht sehr teuer sind und dass man ihn auch oft im Urlaub spielen und so auf diesem Weg auch neuen Menschen kennenlernen kann. Tischtennis sei zudem auch ein Mannschaftssport.

Ein Bild aus früheren Tagen, als noch viele Kinder und Jugendliche beim Tischtennissport mit aktiv waren. So hatte es auch immer wieder Mini-Meisterschaften in der Sporthalle des Heidegger-Gymnasiums gegeben.<em> Bild: Archiv</em>
Ein Bild aus früheren Tagen, als noch viele Kinder und Jugendliche beim Tischtennissport mit aktiv waren. So hatte es auch immer wieder Mini-Meisterschaften in der Sporthalle des Heidegger-Gymnasiums gegeben. Bild: Archiv
  • Die Aktiven der Tischtennisabteilung des Turnvereins Meßkirch treffen sich immer dienstags in der Zeit von 19 bis 21.30 Uhr in der Turnhalle beim Martin Heidegger-Gymnasium zum gemeinsamen Training.
  • Zweimal im Jahr treffen sich die Tischtennis-Aktiven in der Regel auch außerhalb des Trainings. So gebe es in der Adventszeit ein gemeinsames Essen zum Ausklang des Jahres und im Sommer werde einmal gemeinsam gegrillt, heißt es seitens der Spieler.
  • Wolfgang Strobel wünscht sich für die Tischtennisabteilung und für den Tischtennissport in der Stadt, dass es einmal wieder eine Stadtmeisterschaft geben könnte. "Das wäre vielleicht mal eine Sache, die man ins Auge fassen könnte", stellt er fest. Auf diesem Weg könnte der Tischtennissport einmal wieder etwas mehr ins Bewusstsein gebracht werden.
  • Wer Interesse hat, beim Training mitzumachen, kann sich an Abteilungsleiter Wolfgang Strobel wenden unter Telefon 0 75 75/18 99 oder per Email an: tischtennis@tvmesskirch.de