Ein Band-Contest machte am vergangenen Samstag in Meßkirch Station. Für die vierte Auflage des Lokal-Derbys wurde neben Konstanz und Donaueschingen zum ersten Mal auch die Wunder-Bar in Meßkirch ausgewählt, um die ersten fünf Bands in einem Vorentscheid mit- und gegeneinander antreten zu lassen.

Die Jury musste entscheiden (von links): Janina Bembenek, Arthur Adler und Georg Schwende.
Die Jury musste entscheiden (von links): Janina Bembenek, Arthur Adler und Georg Schwende. | Bild: Stefan Blnaz

50 Bands hatten sich beworben. 15 von ihnen wurden eingeladen, um in Fünferpacks in ausgewählten Lokalen zum Derby anzutreten. Die Sieger des Abends und der beste Zweite aus allen drei Vorentscheiden bestreiten das Finale beim Zelt-Musik-Festival in Freiburg. Veranstalter des Musikcontests ist die Brauerei Fürstenberg, der SÜDKURIER ist Medienpartner.

Musikalische Vielfalt in der Region

Ein Ziel der Veranstaltung ist die Förderung der musikalischen Vielfalt in der Region. Den Anfang am Samstag machte die Band „Roadstring Army“ aus Ulm. Mit ihren Pop-Rock-Songs fingen die Musiker um Frontmann Sebastian das Publikum ein und begeisterten mal kraftvoll, mal verträumt. So sorgte „Roadstring Army“ im Feuerzeugmeer ohne Feuerzeuge für Stimmung. Und die Ulmer machten klar: Sie wollen hier etwas reißen.

Fünf Bands kämpften in der Wunder-Bar in Meßkirch im ersten Vorentscheid um den Sieg – darunter auch „Blindfall“.
Fünf Bands kämpften in der Wunder-Bar in Meßkirch im ersten Vorentscheid um den Sieg – darunter auch „Blindfall“. | Bild: Stefan Blanz

Der zweite der jeweils 20-minütigen Gigs gehörte „Heirs to the Wild“ aus Freiburg. Der melancholische Mix aus Jazz und Singer-Songwriting markierte die gewünschte Stilvielfalt beim Lokal-Derby. Besinnlich und verträumt präsentierte sich das Trio um Sängerin Rabea. Poetische Texte und Klänge markierten an diesem Abend die nachdenkliche Seite von Musik. In den Eigenkompositionen von „Heirs to the Wild“ dürfte der Vers „Who can say if I'm on my way“ die Stimmungslage vieler Besucher getroffen haben.

„Roadstring Army“ aus Ulm.
„Roadstring Army“ aus Ulm. | Bild: Stefan Blanz

Die jüngste Band durfte anschließend auf die Bühne. Die Bandmitglieder von „Lynxz“ haben sich vor sechs Monaten an der Macromedia in Freiburg gefunden. Sie vereinen die verschiedensten Genres: Rock, Grunge oder Soul wachsen durch die kraftvolle und emotionale Stimme von Sängerin Lisa zusammen.

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Ordentlich zur Sache ging‘s bei „Blindfall“. Sie stellte mit ihrer zehnjährigen Geschichte die kompletteste Band dar, die ihr Können bereits als Vorgruppe von Saxon, Alice in Chains und zuletzt Limp Bizkit unter Beweis stellen konnte. Die mittlerweile in Freiburg gelandete Band demonstrierte unmissverständlich, dass Bananenbiegerei nicht ihr Ding ist. Ausgereift, aber ohne gefällige Routine machten die Headbanger um Frontfrau Inga mit ihrer selbst titulierten „Mischung aus Alternative Rock, Crossover und Metal“ innerhalb kürzester Zeit aus der Wunder-Bar einen Pogoclub.

„Qult“ holt sich den Sieg

Das Finale gehörte „Qult“, ebenfalls aus Freiburg. Die Betitelung ihres Genres trifft den Nagel auf den Kopf: Bei Rap'n‚Roll verschmilzen rappige Verse mit hardrockigen Riffs und Schlagzeug-Rhythmen. Die Missstände dieser Welt treiben Rapper Jan und seine vier Bandkollegen um. Ihre Musik folgt der guten Laune, die Texte den letzten Utopien ihrer Art in konfliktreichen Zeiten: „Ich träum‘ von einer Welt, in der wir alle wieder gleich sind“. Die Zuhörer reagierten begeistert und die Fans von „Qult“ stimmten in die Texte ein.

Die Freiburger Rap‘n‘Roll-Band Qult überzeugte das Publikum.
Die Freiburger Rap‘n‘Roll-Band Qult überzeugte das Publikum. | Bild: Stefan Blanz

Zugabe-Rufe verhallten ungehört, das war Teil der Wettbewerbsregeln. Nach den Auftritten kam die Stunde der Jury. Sie hatte während der Auftritte ihre Bewertungen notiert und die Kronkorken des Publikumsvotings ausgezählt, das für die Entscheidung auch den Ausschlag gab. Sieger wurde „Qult“, auf Platz zwei landete „Roadstring Army“.