Ein Meßkircher sieht sich selbst als Glückspilz 2020, obwohl das Jahr erst wenige Wochen alt ist. Dieser Mann, er will lieber anonym bleiben, ist am 4. Januar in einem Hauseingang in der Meßkircher Hauptstraße schwer gestürzt und blieb mit einer blutenden Kopfverletzung bewusstlos liegen. Zwei unbekannte Jungen haben ihn gesehen und einen Notruf abgesetzt. „Sie haben mir das Leben gerettet. Nur ein paar Minuten später wäre ich verblutet“, sagt der Mann gegenüber dem SÜDKURIER. Er wurde sofort mit dem Rettungshubschrauber nach Villingen ins Schwarzwald-Baar Klinikum geflogen.

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Geretteter Meßkircher will sich bedanken

Erinnern kann der Mann sich an seinen Unfall nicht. Er weiß nur noch, dass er an diesem Nachmittag beim Einkaufen war und das Haus wieder betreten hat. „Dann hatte ich einen Filmriss und bin erst wieder in der Klinik aufgewacht“, sagt der Mann. Die Folgen seines Sturzes waren eine schwere Kopfverletzung und ein geprellter Arm. Inzwischen ist der Mann wieder zu Hause in Meßkirch und erholt sich von seinen Verletzungen. Er sucht über den SÜDKURIER seine Lebensretter, weil er sich bei den beiden Jungs bedanken möchte. Bislang haben sich die Jugendlichen nicht in der SÜDKURIER Redaktion Meßkirch gemeldet.

In diesem Hauseingang in der Meßkirche Hauptstraße 25 bis 27 stürzte ein Mann schwer.
In diesem Hauseingang in der Meßkirche Hauptstraße 25 bis 27 stürzte ein Mann schwer. | Bild: Julia Lutz

Mann wurde noch rechtzeitig entdeckt

„Sie haben toll reagiert“, so der Mann. Er habe von einem Sanitäter erst nach seiner Heimkehr erfahren, dass es zwei Jungen waren, die den Notruf abgesetzt haben. In der Klinik in Villingen habe der Chefarzt zu ihm gesagt, er sei der Glückspilz 2020, weil er sehr viel Blut verloren habe. Einige Minuten später wäre der Mann verblutet, sagt der Gerettete gegenüber dieser Zeitung. Umso glücklicher ist der Mann, dass er rechtzeitig gefunden wurde. Auch seine Familie sei sehr dankbar. Nun hofft er, dass sich seine Lebensretter bald melden.

  • Die beiden Jungen werden gebeten sich beim SÜDKURIER in Meßkirch, Hauptstraße 24, Telefon 0 75 75 92 11 61 43, zu melden, um einen Kontakt herzustellen. Die Meldung wird vertraulich behandelt.

Kopfverletzungen

Ein Sturz, ein Schlag auf den Kopf, ein Verkehrsunfall – Kopfverletzungen entstehen durch Gewalteinwirkung von außen auf den Schädel. Die Folgen fallen unterschiedlich stark aus und reichen von der Platzwunde über die Gehirnerschütterung bis zum Schädelbruch.
Aufgrund äußerer Gewalteinwirkung auf den Kopf (Sturz, Zusammenprall, Schläge oder Stöße) kommt es zu Blutungen und Flüssigkeitsanlagerungen im Gehirn. Gerade dort sind sie sehr gefährlich: Denn weil das Gehirn von der Schädeldecke umschlossen wird, erzeugt jede Schwellung Druck. Und dadurch nimmt die Sauerstoff-Versorgung im Gehirn ab. Die Folge: Gesundes Gewebe wird beschädigt, im schlimmsten Fall gehen wichtige Hirnfunktionen verloren.