Im Kern ging es dabei weiter um die Frage, ob die zukünftige Bushaltestelle in die Kreutzer-Straße oder auf den derzeitgen Parkplatz vor dem Schulgebäude kommen soll, der derzeit von Eltern beim Holen und Bringen ihrer Kinder genutzt wird und der nach der aktuellen Planung in Zukunft nichtöffentlich sein soll.

"Parkraum wird beschnitten"

CDU-Gemeinderat Jürgen Alber stellte während der Aussprache den Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunkts und begründete das damit, dass es noch viele offene Fragen gebe, die vor einer Beschlussfassung innerhalb der Fraktion noch eingehend diskutiert werden müssten. "Für die Gewerbetreibenden gibt es durch die Einbahnstraßen-Regelungen eine vollkommen neue Situation und auch der Parkraum wird beschnitten."

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Joachim Bach (Freie Wähler) stellte ebenfalls die Frage nach Parkplätzen, wollte wissen ob der Krämermarkt nach der Umgestaltung an einen anderen Ort kommen werde und kritisierte, dass den Belangen der Fahrradfahrer bei der vorliegenden Planung nicht genügend Rechnung getragen werde, da es keinen durchgehenden Radweg von der Stadthalle in Richtung Innenstadt gibt. Dem schloss sich die SPD an.

Krämer-Markt bleibt in Kreutzerstraße

Zwick erwiderte, dass der Krämermarkt den Standort nicht wechseln werde und der bei der Sitzung anwesende Planer erläuterte, dass während der Feinplanung noch die Möglichkeit bestehen werde, Parkplätze auszuweisen. Zwick stellte es indes in Zweifel, ob die Auswirkungen des Konzepts für die Gewerbetreibenden so dramatisch ausfallen würden, da es in unmittelbarer Nachbarschaft weiter Parkplätze geben werde. Angesichts der Frage, ob die Bushaltestelle auf den bestehenden Schulparkplatz kommen sollte, verwies er auch darauf, dass es dort nicht möglich sei, dass ein Gelenkbus und ein zweiter Bus hintereinander stehend Platz finden.

Derzeit wird der Schulparkplatz vor allem von Sparkassen-Mitarbeitern und von Eltern genutzt.
Derzeit wird der Schulparkplatz vor allem von Sparkassen-Mitarbeitern und von Eltern genutzt. | Bild: Moser, Gregor

Pro Tag werde die Schule von einem Gelenkbus angefahren. Er verwies auch darauf, dass die Parkplatz-Lösung von Polizei und Verkehrsbehörde kritisch gesehen wird. Schließlich würde es dabei bei der Zu- und Abfahrt eine Unterbrechung des Geh- und Radwegs geben und kritisch sei auch, dass die Eltern zu der gleichen Zeit wie die Busse an die Schule kommen, was für noch mehr Verkehrsproblemen sorgen werde. "Das wäre die gefährlichste Situation, die wir schaffen können", sagte er und stellte mit Blick auf das vorliegende Verkehrskonzept, bei dem die Haltestelle in der Kreutzerstraße liegt, fest: "Alle, die von außen auf das Projekt schauen, bestätigen uns, dass wir auf einem guten Weg sind."

Besser als auf der grünen Wiese

Dabei hatte Zwick schon zu Sitzungsbeginn betont, dass das Verkehrskonzept innerhalb der Bestandsbebauung diskutiert werde und die schlechte Verkehrssituation daher höchstens verbessert werden könne, es ABER keine "sehr gute Lösung" geben werde. Nichtsdestotrotz werde die Situation sicherer werden, als sie es heute ist. Zwick verwies auf die Vorteile, die die Standortentscheidung für einen Kindergarten-Bau im Zentrum und nicht auf der grünen Wiese mit sich bringe.

Stadtzentrum wird gestärkt

So werde die Zentrumsfunktion der Innenstadt gestärkt und auch mit Blick auf die weitere Entwicklung der Bildungslandschaft, in der es zu immer mehr Überschneidungen zwischen dem Kindergarten- und Schulbereich kommen werde, sei es eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung des Rats gewesen.

Beide Varianten werden weiter geplant

Die Standortfrage für die Bushaltestelle blieb in der Sitzung indessen ungelöst. Schließlich einigten sich die Beteiligten, dass der Planer die Vorschläge hinsichtlich eines Fahrradwegs und Parkplätze in sein Konzept einarbeiten sowie auf Vorschlag von Karl-Heinz Thoma (CDU) beide Haltestellen-Varianten ins Detail planen und dann dem Rat wieder vorlegen soll.