Meßkirch – In Meßkirch, wo 1982 der Esperanto-Verband Baden-Württemberg gegründet wurde, fand am vergangenen Samstag das Jahrestreffen des baden-württembergischen Esperanto-Verbands statt. Die Praktiker der „experimentellen Weltsprache“ Esperanto befassen sich bei jedem ihrer Treffen mit einem aktuellen Thema, heißt es in einer Mitteilung des Esperanto-Verband Baden-Württemberg.

Bei der Zusammenkunft wurde der einstige Meßkircher Pfarrer und Dekan Bernhard Eichkorn, der jetzt altershalber den Geschäftsführerposten des Esperanto-Vereins abgibt, geehrt. Er habe sich viele Verdienste um die praktische Anwendung des Esperanto erworben, insbesondere im kirchlichen Bereich. Referent der Feierstunde im Herz-Jesu-Heim war der Meßkircher Verleger und Gemeinderat Armin Gmeiner. Von Pfarrer Eichkorn erhielt er als Jugendlicher den entscheidenden Impuls für seinen Entschluss, einen Verlag zu gründen.

Von Heilbronn bis Konstanz, von Freiburg bis Neu-Ulm, aus Aalen, Stuttgart und Karlsruhe kamen die Teilnehmer in die Geburtsstadt des Philosophen Martin Heidegger. „Leider ist der Meßkircher Bahnhof stillgelegt“, klagten einige Esperanto-Leute. Die fehlende Bahnanbindung habe manchen potenziellen Teilnehmer von einem Meßkirch-Besuch abgehalten.

Jung und Alt waren fasziniert, wie im Campus Galli nach dem historischen Muster-Klosterplan von Sankt Gallen, mit den technischen Mitteln des 9. Jahrhunderts, ein Kloster gebaut wird. Terminverzögerungen um Jahre, wie bei aktuellen Bauprojekten, sind hier aus Sicht des Esperanto-Verbands kein Problem, die Bauzeit ist von vornherein auf 40 Jahre angelegt. Und von Jahr zu Jahr wird die Besichtigung der Baustelle attraktiver, weil es immer mehr zu sehen gibt, schreibt der Verband in seiner Mitteilung.

Dem weltweiten Horizont der Esperanto-Freunde, „Wir alle sind Menschen“, entspricht es, dass beim Treffen in Meßkirch unter den Teilnehmern Geld gesammelt wurde. Damit soll die Operation eines Kindes in Tansania ermöglicht werden.