Wenn am 7. September die Einweihung des sanierten Sportplatzes in Rengetsweiler gefeiert wird, dann ist das auch ein gutes Beispiel dafür, dass bürgerschaftliches Engagement eine ganze Menge bewegen kann.

Etliche Tonnen Erde bewegt

In diesem Fall etliche Tonnen Erde. Die kam vom Neubaugebiet in Rengetsweiler und von der Erweiterung des Parkplatzes bei Campus Galli. Die Stadt und Landwirte aus der Gegend halfen beim Transport. „Da sind wir echt dankbar“, sagt Gerhard Speh.

Der Boden wurde von der Stadt Meßkirch vom Campus Galli gebracht. Das war eine große Hilfe. Auch sonst gab es viel Unterstützung.
Der Boden wurde von der Stadt Meßkirch vom Campus Galli gebracht. Das war eine große Hilfe. Auch sonst gab es viel Unterstützung. | Bild: privat

Er ist der Vorsitzende vom SV Rengetsweiler und erzählt davon, dass an jedem Wochenende Helfer im Einsatz waren, um den kompletten Platz nicht nur zu erhöhen, sondern auch noch auf 57 Meter zu verbreitern. Das war teilweise echte Knochenarbeit. Unmengen an Erde mussten verteilt und planiert werden. Ohne hilfreiche Landwirte wäre das nicht gegangen.

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Außerdem mussten die Flutlichtmasten versetzt werden. „Dazu stellte Herbert Alber selbst gebaute Maschinen zur Verfügung“, sagt Vize Michael Speh. Auch sonst war der Unternehmer ein Glücksfall für das Vorhaben des Sportvereins. Der gesamte Vorstand ist voll des Lobes für Alber und die zahlreichen anderen Firmen, die mit Material und Know-how geholfen haben, die große Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Mit Maschinenunterstützung wurden die neuen Ballfanggitter gesetzt.
Mit Maschinenunterstützung wurden die neuen Ballfanggitter gesetzt. | Bild: privat

Es dürften rund 1270 Stunden gewesen sein, die hier ehrenamtlich geleistet wurden. Und die von Herbert Alber sind da noch gar nicht eingerechnet. Die vielen Schweißtropfen natürlich auch nicht. Denn der heiße Sommer forderte für den neuen Rasen viel Wasser und da musste täglich gesprengt werden.

Sattes Grün auf dem Sportgelände

Derzeit sieht man sattes Grün auf dem idyllisch am Ortsausgang in Richtung Wald angelegten Sportgelände. Auch die Ballfangnetze sind bereits versetzt und sie selbst gebauten Trainerbänke stehen bereit für das erste Spiel. Doch beinahe wäre aus der ganzen Sache nichts geworden.

Die Steine wurden per Hand aufgesammelt. Kein Spaß bei großer Hitze.
Die Steine wurden per Hand aufgesammelt. Kein Spaß bei großer Hitze. | Bild: privat

„Eigentlich war das Projekt für uns gestrichen, nachdem wir Angebote eingeholt hatten“, sagt Gerhard Speh. Auch Kassierer Reinhard Ehrenmann hatte sein Veto eingelegt. Mit errechneten Kosten von 100 000 Euro hätte der neue Sportplatz die Kassenlage zum Notfallpatienten gemacht.

Viele Eigenleistungen senken Kosten

Doch dann kam einmal mehr Herbert Alber ins Spiel. „Der hat dann einen großen Teil gesponsert und wir bekamen viele Materialspenden“, freut sich der Vorsitzende. Außerdem konnte man die Kosten durch viel Eigenleistung drücken.

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An Arbeit und Geld sind nun 75 000 Euro zusammengekommen. Von den Sportverbänden gab es allerdings nichts. Weil man durch die Spielgemeinschaft mit Walbertsweiler im Erwachsenenbereich sowohl im württembergischen als auch im badischen Fußballverband Mitglied ist, gab es da bislang noch keine Zusage. Zudem finden auf dem Platz in Rengetsweiler keine Spiele der ersten Mannschaft statt. Die spielt in Walbertsweiler als FV WaRe zusammen mit den dortigen Kickern.

Arbeiten auf dem Sportplatz.
Arbeiten auf dem Sportplatz. | Bild: privat

Für den Außenstehenden klingt das alles etwas kompliziert. Doch in Rengetsweiler nimmt man die Sache pragmatisch. „Es ist halt so“, heißt es aus der Vorstandsriege. Aber man sei in der Gemeinde gut verwurzelt und das habe sich auch bei dem Vorhaben ausgezahlt.

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Und ganz wichtig: „Wir haben kein Plastikproblem“, stellt der Vorsitzende zu aktuellen Diskussionen fest. Es sei ein reiner Rasenplatz. Die Pflege muss der Verein selbst leisten. Und auch dafür braucht man Hände die anpacken. In Rengetsweiler ist man sicher, dass die auch in Zukunft zur Verfügung stehen.