Die Temperatur hatte gestern Vormittag deutlich heruntergekühlt und dennoch: Zu dieser Jahreszeit könnte es schon winterlicher sein und auch deshalb erhofft sich Architekt Florian Offner und seine Mannschaft, dass der Baufortschritt am neuen Bistro für den Wohnmobilstellplatz, der auf dem Bahnareal an der Ablach gelegen entstehen soll, noch in diesem Jahr große Fortschritte machen wird.

SB-Restaurant an sieben Tagen offen

Investor Herbert Alber hatte zum Spatenstich auf das Nachbargrundstück zum Fachmarktzentrum an der Straße Am Stachus eingeladen und eröffnete so auch das Wort. Es werde ein hochmodernes SB-Restaurant mit dem Namen Bistro B 311 entstehen, kündigte er an. Geöffnet sein werde das neue Bistro an sieben Tagen in der Woche, täglich in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr. Alexander Föhr und Bernd Ott, die beiden Pächter des Bistros, würden in der Küche arbeiten und ihren Gästen Frühstück, Mittag- und Abendessen anbieten.

Dabei werde es vor allem schwäbische und badische Küche geben. Abseits des Tagesgeschäfts werde das Bistro auch genügend Platz bieten, um Gesellschaften von bis zu 70 Personen zu verköstigen. Alber verwies auch darauf, dass das Bistro zuerst in der Hauptstraße hätte eröffnet werden sollen, es dann aber ganz anders gekommen sei. Das Fessler-Gebäude habe wegen des nebenliegenden Bären-Gebäudes nicht abgerissen werden können und dann sei das Grundstück auf dem Bahnareal ins Gespräch gekommen und die Idee eines Wohnmobilstellplatzes sei mit dazugekommen, sagte der Investor und Bauherr.

Das mit einer Drohne aufgenommene Bild zeigt das Gelände des künftigen Wohnmobilstellplatzes aus der Vogelperspektive. <em>Bilder: Jonathan Janeta </em>
Das mit einer Drohne aufgenommene Bild zeigt das Gelände des künftigen Wohnmobilstellplatzes aus der Vogelperspektive. Bilder: Jonathan Janeta | Bild: Jonathan Janeta

Architekt Florian Offner erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass parallel zur Planung auf dem innerstädtischen Grundstück das jetzige Baugrundstück ab Mitte 2017 untersucht worden sei und die Planungen um eine mögliche Nutzungserweiterung in Form eines Campingplatzes erweitert worden seien. "Nach Einschätzung und Beurteilung der Varianten hat der Investor dann gemeinsam mit uns entschieden, dass die Symbiose von Bistro und Camping an dem heutigen Standort mehr Potenzial bietet", resümierte Offner. Das Grundstück habe jedoch eine Herausforderung bedeutet, insofern dort kein Baurecht vorhanden war und die Stadtverwaltung noch mehrere Optionsrechte auf das Grundrecht klären musste und nachverhandeln.

Firma Schober hat begonnen

"Als dies dann soweit alles geklärt war, haben wir mit der Stadt einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellt und im direkten Anschluss den Bauantrag eingereicht." Der Zeitraum der Bauantragsbearbeitung sei für die Ausführungsplanung genutzt worden und so habe man direkt nach dem Eingang der Baufreigabe mit der Baustelle beginnen können. "Die Firma Schober Bau aus Göggingen hat bereits mit den Kanalentwässerungs- und den Rohbauarbeiten begonnen." Zuvor habe das Gelände bereits um gute drei Meter angehoben werden müssen, um auf eine Ebene mit der Straße Am Stachus zu kommen.

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"Sofern es die Wetterlage zulässt, werden die Stahlbetonarbeiten noch dieses Jahr fertiggestellt", sagte Offner. Die Firma Holzbau Alber werde dann ab Januar oder Februar mit der Erstellung der Gebäudehülle beginnen können. "Stand heute sind wir sehr zuversichtlich, dass die Baumaßnahme bis zum Sommer 2019 abzuschließen, um somit dem Investor und seinen Pächtern zumindest ab der Camping-Hautsaison den Start zu ermöglichen."

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Angesichts der Tatsache, dass es im Zusammenhang mit Bauvorhaben immer wieder Kritik an den langen Bearbeitungszeiten in den Verwaltungen gebe, fügte Architekt Manuel Mauch dem Vortrag seines Partners noch an, dass bei diesem Projekt "alle Rädchen reibungslos ineinandergegriffen" hätten und es daher sowohl dem Landratsamt als auch der Stadtverwaltung ein großes Lob für die tatkräftige Unterstützung auszusprechen gelte.

Im klimatisierten Gastraum entstehen 80 Sitzplätze für die Besucher

Wie sieht die Planung für das Bistrogebäude aus?

Das Bistro "B 311" soll im klimatisierten Gastraum eine Fläche von 110 Quadratmetern haben und 80 Sitzplätze aufweisen. Zudem entsteht ein überdachter Außenbereich mit 30 Sitzplätzen und einem Kinderspielplatz auf einer Fläche von 160 Quadratmetern. Entstehen sollen ferner 19 Auto- und zwölf Fahrradstellplätzen, teilt das Büro Mauch und Offner mit. Die Heizung und Warmwasserversorgung sei mittels Gasbrennwerttherme geplant und auf dem Bistro sowie auf dem Campingplatzgebäude werden Solarmodule verlegt.

Was entsteht im Campingplatzbereich?

Das Funktionsgebäude soll eine Bruttogeschossfläche von 400 Quadratmetern aufweisen. Es soll 24 Wohnmobil- und Wohnwagenstellplätze geben. Die Zeltfläche soll 760 Quadratmeter umfassen. Die Stellplätze werden Anschlüsse für die Strom- und Frischwasserversorgung erhalten und auch für die Abwasserentsorgung auf dem Platz wird gesorgt sein. (mos)