Die Baustelle für das Krematorium am Friedhof in Meßkirch steht tageweise still. Grund dafür sei, dass der Verlauf sehr stark von der Witterung abhängig sei, sagt Hans Martin Herbrechtsmeier vom Investor Crema Consult in Villingen-Schwenningen auf Anfrage des SÜDKURIER. Crema Consult baut schräg unterhalb des Stadtfriedhofs in der Ziegelbühlstraße das erste Krematorium im Landkreis Sigmaringen.

Fertigstellung im vierten Quartal geplant

Weitere Krematorien befinden sich in Tuttlingen, Konstanz und Singen. „Aktuell rechnen wir mit der Fertigstellung und dann zeitnaher Inbetriebnahme im vierten Quartal dieses Jahres.“ Genaueres lasse sich aber erst sagen, wenn die Rohbauarbeiten inklusive Dachschließung fertiggestellt seien. Dazu sei die Abstimmung mit den beteiligten Unternehmen wichtig. „Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund drei Millionen Euro“, sagt Herbrechtsmeier.

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Führungen für Bürger durch das Krematorium geplant

Der Investor kündigt an, dass die Bürger direkt nach der Fertigstellung und danach in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit haben sollen, an Führungen im Krematorium teilzunehmen. „Den Interessierten soll dabei der Ablauf der Feuerbestattung und auch deren technischen Umsetzung erklärt werden“, sagt der Investor. Er rechne damit, dass der Kreis Sigmaringen und in Teilen der Bodenseekreis das Haupteinzugsgebiet des Krematoriums sein werden. Wenn in anderen Krematorien Wartungs- und Reparaturarbeiten stattfinden, könne es auch im Zollernalbkreis und dem Kreis Tuttlingen einen gesteigerten Bedarf an das Krematorium geben.

Entscheidung fiel schon 2016

Bei den Gegenstimmen von Jürgen Fecht und Christian Fecht (beide CDU) hatte der Technische Ausschuss im Dezember 2016 den Bau des Krematoriums an der Ziegelbühlstraße, schräg unterhalb des Stadtfriedhofs, beschlossen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beim Landratsamt wurden sämtliche immissionsschutzrechtliche Fragen damals geprüft.

In der Stadt war während des Genehmigungsverfahrens die Bürgerinitiative „Kein Krematorium am Meßkircher Friedhof“ aktiv gewesen, die unter anderem den 18 Meter hohen Schornstein am Krematorium kritisiert hatte.