Anthony Schäfer aus Aach-Linz ist elf Jahre alt und hatte bis Samstag ein Problem, das Dank der Skibörse des Skiclubs Meßkirch nun behoben ist. Der Schüler berichtete: „Ich suchte schon beim Skibasar in Pfullendorf vergeblich nach einer Sportjacke für den Winter.“ Für seine Figur sei aber nichts dabei gewesen. Oma Martina Renner bestätigt: „Deshalb haben wir uns heute auf den Weg nach Meßkirch gemacht und tatsächlich etwas Passendes gefunden.“ Dabei ist für Anthony der diesjährige Sportwinter besonders wichtig. Denn bislang ist er so ziemlich das einzige Familienmitglied, das die Winterfreizeit nicht auf einem Snowboard verbringt. In den letzten Wintern wollte er nicht, sagt Anthony. Aber jetzt wartet er nur noch auf Schnee.

Anthony Schäfer (11) aus Aach-Linz hat in Meßkirch endlich eine für ihn passende Wintersportjacke gefunden.
Anthony Schäfer (11) aus Aach-Linz hat in Meßkirch endlich eine für ihn passende Wintersportjacke gefunden. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Die beiden Käufer aus der Linzgau-Stadt waren nicht die einzigen, die sich zur Skibörse in der Meßkircher Realschule trafen. Spätestens eine Viertelstunde vor der angekündigten Eröffnung hatte sich vor dem Eingang eine immer länger werdende Schlange gebildet. Mit der Türöffnung pünktlich um 13 Uhr begann der große Run. Skier, Stecken, Skischuhe, Snowbords, Helme, Brillen und natürlich Bekleidung waren in der Aula aufgebaut. Wilfried Schmon: „Die Gegenstände stammen aus zwei Quellen. Einerseits werden gebrauchte Wintersportteile angeboten. Andererseits bekommen wir von Geschäften auch praktisch neuwertige Sportgeräte oder Bekleidung gespendet, die allerdings schon einige Jahre am Lager waren.“

Roland Halder aus Rast hat sich in Meßkirch mit einem Paar neuer Skier für die Saison ausgerüstet.
Roland Halder aus Rast hat sich in Meßkirch mit einem Paar neuer Skier für die Saison ausgerüstet. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Das war auch für Roland Halder der Grund, zur Skibörse nach Meßkirch zu fahren. Der Raster: „Ich bin seit 30 Jahren aktiver Skiläufer. Für die kommende Saison brauche ich neue Skier.“ Gerade die Möglichkeit, praktisch neuwertige Ware zu einem günstigen Preis zu bekommen, findet er als Mitglied des Skiclubs einen zusätzlichen Anreiz, sich an der Skibörse zu beteiligen.

Mihaly Fodor und Sohn Balazs (7) sind mit passenden Kinderskiern und den dazugehörigen Schuhen nach Rohrdorf zurückgefahren.
Mihaly Fodor und Sohn Balazs (7) sind mit passenden Kinderskiern und den dazugehörigen Schuhen nach Rohrdorf zurückgefahren. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Die andere Käufergruppe sind Eltern mit Kindern. So beispielsweise die elf Jahre alte Marie Keller, die zusammen mit Papa Andreas Keller gekommen war. „Ich brauchte nur neue Skistiefel und Stöcke, weil die für mich jetzt zu kurz geworden sind“, sagte die Schülerin. Die alten Skier seien noch gut. Andreas Keller erklärte: „Wir nutzen die Börse gern, weil gerade Skier und Zubehör für die Kinder im Wachstum schnell zu klein werden.“

Mit passenden Skiern und Skistiefeln ausgerüstet kann Jonas Fugel im kommenden Winter über die Piste fegen.
Mit passenden Skiern und Skistiefeln ausgerüstet kann Jonas Fugel im kommenden Winter über die Piste fegen. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Ein anderes Beispiel für die nachhaltige Nutzung von Wintersportgerät stellt der Bietinger Schüler Jonas Fugel vor. Der Dreizehnjährige fährt seit dem Kleinkinderalter Ski und braucht für die kommende Saison neue Gleitbretter und Skischuhe. Die fanden sich, und die alten Skier konnten ebenfalls verkauft werden.

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