Derzeit sei die Planung so, dass an Dreikönig aller Voraussicht nach der letzte Gottesdienst vor dem Beginn der Sanierung in der Martinskirche abgehalten werden wird, sagt Karl Hermann vom Bauförderverein.

Die Liebfrauenkirche an der Ablach soll künftig von der Kirchengemeinde St. Martin genutzt werden. Zu Überschneidungen mit den Gottesdiensten der Altkatholiken werden es nicht kommen, teilt der Bauförderverein mit. <em>Archivbild</em><em>: Gregor Moser</em>
Die Liebfrauenkirche an der Ablach soll künftig von der Kirchengemeinde St. Martin genutzt werden. Zu Überschneidungen mit den Gottesdiensten der Altkatholiken werden es nicht kommen, teilt der Bauförderverein mit. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Gemeindereferentin Sybille Konstanzer stellt fest, dass die Liebfrauenkirche so auch ein Ort sein sollte, an dem sich die Gemeindemitglieder auch während der Sanierungsphase sonntäglich um 10.15 Uhr zum gewohnten Gottesdienst werden treffen können. Und die kleinere der beiden katholischen Kirchen in Meßkirch solle auch ein Ort sein, an dem die Meßkircher Ministranten weiterhin ihre Gemeinschaft leben könnten. Bei dem Pfarrfest am kommenden Sonntag (Programm siehe im Infokasten anbei) werde auch über die geplante Innenrenovierung der Martinskirche informiert und es werde eine Führung mit Edgar Schatz durch die Martinskirche geben. Pfarrer Stefan Schmid ist zuversichtlich, dass bis Weihnachten 2020 die Gottesdienste hoffentlich wieder in der Martinskirche stattfinden können.

Erste Vergaberunde im November

Laut Hermann soll es bereits im laufenden Monat November die erste Vergaberunde für die bei der Innensanierung anstehenden Arbeiten geben. Dann komme es darauf an, wie schnell die Handwerksbetriebe mit der Arbeit werden beginnen können, "doch theoretisch könnte es schon Mitte Januar mit den Arbeiten losgehen", sagt Hermann. Seitens des bischöflichen Bauamts in Konstanz gebe es einen Zeitrahmen von eineinhalb Jahren für die Innensanierung doch Hermann geht davon aus, dass der Wiedereinzug der Gemeinde in die Kirche noch nicht im Sommer 2020 erfolgen wird können.

Ein Einschnitt

Die Schließung der Martinskirche für die Gottesdienste bedeute für die Kirchengemeinde zunächst einen Einschnitt, stellt Gemeindereferentin Konstanzer fest. Doch liege darin auch eine Chance. So sei bereits angedacht, größere Gottesdienste auch einmal an anderen Orten als in der Liebfrauenkirche und dem Herz Jesu-Heim stattfinden zu lassen. Der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt, der ohnehin immer an anderen Standorten in der Seelsorgeeinheit stattfindet, werde 2019 beispielsweise im Schlosshof sein, kündigt sie an.

Sanierung für zwei Millionen Euro

Von den rund zwei Millionen Euro, die die Sanierung des Kircheninnenraums kosten soll, stemmt der Meßkircher Bauförderverein einen Betrag von 400 000 Euro. Die Aktiven sammeln dazu seit Jahren mit vielen Aktionen Geld und werden von den Bürgern sowie von den Gemeindemitgliedern unterstützt.

Für die Innensanierung der Kirche läuft dort derzeit auch das Projekt "Musizierende Engel". Am Sonntag, 18. November, wird es in dem Zusammenhang um Impulse unter dem Titel "Engel der Begleitung" mit Reinhilde Hägele und Ernst Walk gehen. Die musikalische Umrahmung übernehmen die Musiker des Streicherensembles unter Volker Nagel.