Seit 20 Jahren erfreut der Chor "Sing Out" aus Meßkirch die Zuhörer mit seinen Liedern. Sein 20-jähriges Bestehens feierten die Sängerinnen und Sänger mit einem mitreißenden Konzert in der Stadtkirche St. Martin unter dem Motto "Moments in time" und ließ schöne Momente aus dieser Zeit Revue passieren. "Wir wollen ihnen heute einen Querschnitt durch die letzten Jahre geben", unterstrich Organisatorin Michaela Schlude. Gründer von "Sing Out" waren 1997 Manuela Fischer, Wolfgang Lipp, Christoph Widmer und Klaus Martin Sackmann. Das Repertoire umfasst überwiegend christliche Lieder, auch Popsongs, Gospel, Africans gehören zum festen Bestandteil der Konzerte. Mit dem afrikanischen Loblied "Nzambi ungolo (Gott, du bist stark)", zogen die 25 Sänger von hinten in die Martinskirche ein. Danach folgte "Mensch, wo bist du?" des christlichen Liedermachers Clemens Bittlinger. Die beiden Chorleiter Manuela Fischer und Christoph Widmer wechselten sich beim Dirigat ab. Begleitet wurde der Chor von Wolfgang Schmidt (Gitarre), Uli Lipp (Schlagzeug, Percussion), Manuela Fischer und Kerstin Biselli (Piano), Birgit Rauser (Querflöte).

"Sing Out sucht den Superstar", verkündete Christoph Widmer, dass sich alle Zuhörer für das Casting qualifiziert hätten und so forderte er das Publikum auf, beim Gospelquodlibet einzustimmen, in dem drei bekannte Gospels ineinander verflochten wurden. Leise und hoffnungsvolle Töne schlug der Chor dann mit dem Popsong "Wunder gescheh'n" der deutschen Sängerin Nena Kerner an. Mit dem gefühlvollen "Irgendwo auf der Welt", einem Arrangement nach den Comedian Harmonists, schwelgte der Chor in den 30er Jahren. Zuversicht versprach der Gospel "My God can do anything", dessen Text mit Bewegungen unterstrichen wurde. Aus dem Oratorium "Adam" von Komponist Gregor Linßen stammte "Wir tragen eines Menschen Namen" und bei der Hymne "You raise me up" sangen Christoph Widmer und Ramona Strigel Soli. Bei "One moment in time", der bekannten Ballade von Withney Houston und dem Mottolied des Konzertes, lautete die Botschaft, an sich selbst zu glauben. Hier zeigten Ramona Strigel und Martin Mühlhauser als Solisten ihr Können.

Mit "He na ne wo" folgte wiederum ein afrikanisches Lied. Beim Refrain von "Vor dir stehen wir" machten die Sänger jeweils einen Schritt nach vorne. Die Strophen wurden von Anneliese Müller, Ramona Strigel, Klaus Walz und Martin Schlude vorgetragen. Den anspruchsvollen Pop-und Weltmeisterschaftssong "Auf uns" meisterte der Chor so gut, dass ihn sich das Publikum als Zugabe nochmals wünschte. "Dieses Stück hat die Sängerinnen und Sänger bereits in der Vorbereitung sehr gefordert", berichtete Christoph Widmer. Doch nicht die Perfektion stehe im Vordergrund, sondern die Freude am Gesang.

"We are goin' down Jordan" lautete der Gospel-Popsong von Les Humphries. In ihren Schlussworten dankte Michaela Schlude der Pfarrgemeinde und Pfarrer Karl-Michael Klotz, dass der Chor in der Martinskirche singen durfte: "Wir singen sehr gerne hier". Ihr Dank galt auch den Zuhörern, die seit vielen Jahren den Chor begleiten und der Band und für Christoph Widmer und Manuela Fischer gab es ein Präsent. "Es macht Spaß mit Euch", bedankten sich die Chorleiter dafür bei ihren Sängern. Zum Abschluss stimmte "Sing Out" mit dem Publikum dann das irische Segenslied "Möge die Straße" an.
 

"Lieder müssen zu Auftritten passen"

Manuela Fischer, Chorleiterin, Mühlheim an der Donau.

Manuela Fischer, Chorleiterin, nebenamtliche Kirchenmusikerin.
Manuela Fischer, Chorleiterin, nebenamtliche Kirchenmusikerin.

Warum wurde das Konzertmotto "Moments in time" gewählt?

Es steht für die zwanzig Jahre, in denen wir gemeinsam singen. Deshalb haben wir dieses Lied auch ins Konzertprogramm aufgenommen.

Wie viele Chormitglieder sind seit Beginn dabei?

Acht Chormitglieder sind von Beginn an dabei. Im Januar beginnen wir jeweils mit der Vorbereitung zum Konzert. Dies ist ein idealer Zeitpunkt für Sänger, um neu einzusteigen. Manche Sänger wollen sich auch nur auf eine begrenzte Zeit festlegen.

Wer wählt die Chorstücke aus?

Christoph Widmer und ich treffen überwiegend die Auswahl der Stücke. Auch Sänger schlagen ab und an Titel vor. Die Lieder müssen in den Rahmen unserer Auftritte passen. Christoph Widmer wählt überwiegend die Gospels aus, ich eher das neue geistliche Lied und afrikanische Lieder. Das, was noch dazukommt, wird gemeinsam ausgewählt.

Fragen: Sandra Häusler

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