Rund 30 Interessierte waren zur Infoveranstaltung ins Rathaus gekommen, bei der das neu entwickelte System „lokal punkten“ vorgestellt wurde. Wirtschaftsförderin Anna-Maria Merz sieht darin „unheimlich viel Potenzial für die Stärkung der Kaufkraft„. Außerdem könne man damit eine zeitgemäße Kundenansprache und die Neukundengewinnung miteinander verbinden.

Heimo Sauter und Michael Karl (von links) gehörten zu den interessierten Besuchern beim Infoabend. Sie sind beide im Einzelhandel tätig.
Heimo Sauter und Michael Karl (von links) gehörten zu den interessierten Besuchern beim Infoabend. Sie sind beide im Einzelhandel tätig. | Bild: Günther Brender

Bonuspunkte durch Einkäufe und als Arbeitgeberleistung

Entwickelt wurde das Ganze von Mathias Bank und er ist nicht nur Mitglied in der Gewerbe- und Handelsvereinigung, sondern auch überzeugt, dass die Zimmernstadt mit diesem Schritt erfolgreich sein wird. Kernstück ist eine Kundenkarte, die gleich mehrere Funktionen beinhaltet. Im Prinzip geht es darum, auf unterschiedliche Weise Bonuspunkte zu sammeln. Die können von Einkäufen stammen, aber ebenso eine zusätzliche – und vor allem steuerfreie – Leistung des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter sein.

Technisch ist alles startklar

„Von städtischer Seite unterstützen wir das ‚lokal punkten‘–System dahingehend, dass die Vergabe der Karten, das Sperren der Karten bei Verlust und Gutscheinverkäufe über das Bürgerbüro abgewickelt werden“, machte Merz deutlich. Man sei startklar. Es sei alles soweit auch technisch eingerichtet. Was jetzt noch fehle, seien die Betriebe, die sich dem System anschließen.

Beteiligte Betriebe sollen auf Internetseite aufgeführt werden

Um zu wissen, welche Unternehmen an diesem System beteiligt sind, werden diese auf einer speziellen Internetseite aufgelistet, damit sich jeder unkompliziert darüber informieren kann. Später soll es auch einen Flyer geben, auf dem alle Beteiligten und die Einlösestellen aufgeführt sind.

Initiatoren hoffen, dass viele Geschäfte mitmachen

Für die Unternehmen entstehen keine Kosten wegen einer speziellen Hardware, ebenso fallen keine monatlichen Gebühren an. Die Kosten fallen pro Transaktion an. Die Karten soll es im Bürgerbüro geben. „Mit dem Anlegen dieser Karte hat jeder Kunde ein eigenes Kundenkonto“, erklärte Mathias Bank. Auch die Unternehmen könnten jederzeit einen neuen Kunden anlegen. Bei Verlust der Karte müsse diese aber gesperrt werden. Dass nicht alle sofort begeistert seien, das sei klar. Aber grundsätzlich sei das Angebot positiv aufgenommen worden. Es liege nun an den Betrieben und Geschäften, wie schnell „lokal punkten“ in Meßkirch etabliert werde.

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„Selbstverständlich erfordern neue Ideen immer auch Mut“, macht die Wirtschaftsförderin gegenüber dem SÜDKURIER deutlich. Aber der Kosten- und Nutzenvergleich falle aus ihrer Sicht eindeutig aus. Und: „Dieses System strahlt Großstadtflair aus und mit weiterer werbetechnischer Unterstützung bin ich mir sicher, dass wir neue Maßstäbe in unserer Kleinstadt schaffen können.“