Hintergrund seiner Anfrage war, dass sich an der Ablachtalbahn im Streckenabschnitt zwischen Schwackenreute und Sauldorf Biber im Naturschutzgebiet Sauldorfer Baggerseen, das an die Bahngleise angrenzt, angesiedelt haben. An zwei Stellen sind bereits Unterhöhlungen durch Wasserläufe unter den Bahnschienen aufgetreten, teilt der Abgeordnete mit. Staatssekretär Andre Baumann verwies in seiner Antwort darauf, dass der Bereich ein optimales Biberrevier sei.

Seit 2014 habe die höhere Naturschutzbehörde in Kettenentscheidungen Ausnahmen von den Bestimmungen des strengen Artenschutzes erteilt. Allerdings wurde dem Wunsch, zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen, bisher nicht entsprochen. Als mögliche Maßnahme sieht Baumann eine bauliche Sicherung des Bahndamms, etwa durch einseitiges Aufmauern einer Seite. Es sei sinnvoll, sich zusammenzusetzen und nach geeigneten nachhaltigen Lösungen zu suchen. Auf Nachfrage von Burger erklärte Baumann, dass für eine derartige Baumaßnahme ein sechsstelliger Betrag notwendig wäre, heißt es in der Mitteilung. Aktuell gehe man im Land von einer Biberpopulation von 3500 bis 4000 Bibern aus. Der Bestand sei in den Vorjahren gewachsen. Das Land hafte für Wildschäden, mit Ausnahme bestimmter jagdrechtlicher Regelungen, nicht.

"Fakt ist", so Burger in seiner Bewertung der Antwort: "Der Biber besetzt immer mehr Flächen und legt mit seinem Tun im Fall der Ablachtalbahn Zugfahrten mit touristischem Charakter und Lastenverkehre lahm. Schaden und Kosten bleiben derzeit an einer Einzelfirma und den Kommunen hängen." Zuletzt hatte am Muttertag eine geplante Sonderfahrt wegen der Biberschäden am Bahndamm abgesagt werden müssen.