Das Saxofon-Quartett „Carlas Saxaffair“ aus Sigmaringen war bereits mehrfach im Meßkircher Schlosskeller zu Gast. Es faszinierte sein Publikum stets mit eigenen Arrangements und Kompositionen verschiedener Stilrichtungen von Blues, Tango bis zu Pop und Rock. Mit ihrem Weihnachtsprogramm aus bekannten und unbekannteren Liedern servierte das Quartett ein reizvolles, ungewöhnliches Hörerlebnis und ließ die Zuhörer in Meßkirch die Stücke auf eine völlig neue, intensive Weise erleben. Die Arrangements von Wolfgang Eisele (Sopran- und Alt-Saxofon) gaben den Liedern Atmosphäre und Emotionalität. Zwischen der Musik las Stefan Dudda (Bariton-Saxofon) Gedichte und Geschichten vor, die zum Nachdenken anregten, aber auch amüsierten. Mit jedem Stück präsentierten die begnadeten Saxofonisten eine herrliche musikalische Überraschung.

Roland Brückl neu im Quartett

„Carlas Saxaffair“ war dieses Mal im Schlosskeller in neuer Formation zu hören, denn für den ausgeschiedenen Helmut Stegen spielt seit diesem Jahr Roland Brückl das Tenor-Saxofon und fügt sich optimal in das Quartett ein. Den Liedern, wie der „Stern über Bethlehem“, „Maria durch den Dornwald ging“, „Jingle bells“ oder „Heitschi Bumbeitschi“, gibt Komponist Wolfgang Eisele sein eigenes Gepräge, entwickelt die jeweils besondere Stimmung und Aussage der Stücke musikalische heraus, in welche die bekannte Melodie einfließt. Dadurch verbindet sich Moderne und Tradition reizvoll miteinander.

Interessantes zu Weihnachten

Stefan Dudda erzählte im Laufe des Abends Interessantes rund um Weihnachten. Das Publikum erfuhr beispielsweise, dass irische Wandermönche das christliche Glockengeläut auf den Kontinent brachten und unser Wort „Glocke“ aus dem Irischen stammt. Aber auch von ganz weltlichen Zahlen, die mit dem Weihnachtsfest zusammenhängen, wusste er zu berichten. Es stimmte nachdenklich, dass laut eines großen Internethändlers 617 Millionen Euro für unerwünschte Geschenke ausgegeben werden. Den Zuhörern im Schlosskeller gefiel das Konzert ausgesprochen gut, sodass sie gerne noch viele Zugaben gehört hätten.