Auf der Baustelle des neuen Gasthauses Bärenschenke in der Meßkircher Hauptstraße geht es gewaltig vorwärts. Seit Mittwoch wird der Dachstuhl aufgerichtet. „Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, weil das Wetter jetzt passt“, sagt Thomas Knittel von Alber Holzbau gegenüber dem SÜDKURIER.

Thomas Knittel auf dem Dach der „Bärenschenke“.
Thomas Knittel auf dem Dach der „Bärenschenke“. | Bild: Julia Lutz

Die Wettervorhersagen wurden genau studiert, um einen möglichst günstigen Zeitpunkt für den Aufbau des Dachstuhls abzupassen. Regen und Schnee – wie zu Beginn der Woche – würden das Holz allerdings nicht sofort beschädigen, sagt Knittel. Für ihn und seine Kollegen geht es aber auch um die Sicherheit auf dem Dach. Abends legt das Team trotzdem eine Folie auf das Obergeschoss, um den Bau zu schützen.

Die Zimmerleute sind Profis und balancieren scheinbar mühelos auf dem Dachstuhl.
Die Zimmerleute sind Profis und balancieren scheinbar mühelos auf dem Dachstuhl. | Bild: Julia Lutz

Sobald das Dach fertig aufgerichtet ist, kann das dazugehörige Richtfest gefeiert werden. „Das ist für den 19. Februar ab 16 Uhr geplant“, sagt Denise Alber. Das Richtfest ist öffentlich und soll ein Dankeschön für die beteiligten Handwerker, Unternehmer und Anwohner sein.

Insgesamt werden auf der Baustelle 200 Kubikmeter Holz verarbeitet.
Insgesamt werden auf der Baustelle 200 Kubikmeter Holz verarbeitet. | Bild: Julia Lutz

Wie Bürger die Speisekarte mitbestimmen können

Beim Richtfest planen die Investoren Jürgen und Denise Alber eine besondere Aktion für alle Gäste. Anhand eines Gewinnspiels können Vorschläge für die künftige Speisekarte der neuen Bärenschenke gemacht werden. „Der beste Vorschlag landet dann auf der Speisekarte“, sagt Denise Alber. Dem Gewinner winkt ein Verzehrgutschein für den neuen Biergarten.

So soll das fertige Haus in der Hauptstraße im Sommer aussehen.
So soll das fertige Haus in der Hauptstraße im Sommer aussehen. | Bild: Mauch Offner Architekten

Wann ist die Eröffnung?

Ein genaues Datum für die Eröffnung gibt es noch nicht. „Der Wunsch ist es, den ‚Bären‘ vor den Handwerkerferien eröffnen zu können“, sagt Denise Alber. Man wolle sich mit einem konkreten Datum aber keinen Druck machen. Mit den künftigen Pächtern, Aaron und Iwona Berg, sei abgesprochen, dass die Eröffnung irgendwann im Sommer erfolgen könne. Als nächster Schritt komme der Blechner auf die Baustelle, danach könne das Dach gedeckt werden. Im Anschluss folge der Innenausbau und die Anlage des Biergartens.

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Warum wurde die ehemalige Kultkneipe geschlossen?

Die ehemalige Kultkneipe „Bären“ wurde durch das Landratsamt Sigmaringen wegen Einsturzgefahr des Hauses im April 2017 geschlossen. In einem statischen Gutachten hatte es geheißen, dass eine ausreichende Verkehrs- und Standsicherheit nicht mehr gewährleistet sei. Dach- oder Deckenteile drohten herunterzustürzen. Es bestand Lebensgefahr.

Nach der Fasnet im vergangenen Jahr wurde die Kneipe zu großen Teilen abgetragen, weil es um die Bausubstanz schlechter bestellt war, als zunächst gedacht. Das ehemalige NKD-Gebäude wurde bereits zuvor abgerissen, um Platz für den neuen Gastronomiebetrieb zu machen, der die Innenstadt aufwerten soll.

Das ehemalige NKD-Gebäude ist schon länger abgerissen. Das rote Gebäude ist das alte Gasthaus „Bären“.
Das ehemalige NKD-Gebäude ist schon länger abgerissen. Das rote Gebäude ist das alte Gasthaus „Bären“. | Bild: Dieterle-Jöchle, Manfred