Wenn die Stimmen zu leise sind, die Akteure im Dunkeln agieren oder das Telefon zur falschen Zeit klingelt, kann das ein Theaterstück ganz ordentlich durcheinanderbringen oder den Genuss für das Publikum einschränken.

In einem erhöhten Container alles im Blick

Dass bei den Aufführungen des Kolpingtheaters alles technisch glatt über die Bühne geht, dafür sorgen Wolfgang Schlude, Daniel Höre, Gerd Rockweiler, Michael Mäntele und Stefan Teuscher sen.. Sie sitzen in einem erhöhten Container gegenüber der Bühne und haben alles bestens im Blick. Wolfgang Schlude leitet das Technik-Team und hat die größte Erfahrung, da er schon weit mehr als 20 Jahre dabei ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Zur technischen Ausrüstung für das Kolpingtheater gehören Stromverteilerkästen, Schweinwerferanlagen, Musik- und Lautsprecherboxen, Mikrofone, diverse Steuerpulte und unzählige Meter Kabel. „Dieses Jahr brauchen wir wieder mehr beziehungsweise längere Kabel als bei der vergangenen Aufführung, da die Bühne breiter ist und der Container an einer anderen Stelle steht“, erklärt Gerd Rockweiler, der beim Kolpingtheater seit 2011 an den Drehknöpfen und Bildschirmen sitzt.

Retro-Mikros für den Gesang im Stil der 20er Jahre

Damit das Gesprochene gut verstanden werden kann, stehen sechs Mikrofone über die gesamte Breite der Bühne verteilt. In den oberen Stockwerken der Bühne werden weitere Mikrofone verbaut. Es gibt sogar drei Retro-Mikros für den Gesang, ganz im Stil der 1920er Jahre.

Der richtige Sound an der richtigen Stelle

Die Aufgabe des Technikteams besteht darin, an den richtigen Stellen die richtigen Sounds einzuspielen und entsprechende Lichtszenen zu setzen, die Pyrotechnik in Gang zu bringen, die Mikrofone anzusteuern, an denen gerade gesprochen wird, und für den besten Klang der Lautsprecher zu sorgen. „Mit Ausrüstung und der Bedienung bei den Aufführungen unterstützt uns auch die Firma Main“, erklärt Rockweiler. Sie bringt die Richtmikrofone, die Boxen und das Mischpult mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Gerd Rockweiler hat neben den Monitoren und Soundboards ein modifiziertes Textbuch liegen, in welchem er alle Soundeinspielungen genauestens ergänzt und farblich markiert hat. Die Kollegen von Licht-, Pyro- und Lautsprechertechnik machen dies analog dazu in ihren Textbüchern. Einiges lässt sich vorab aufnehmen und programmieren, muss jedoch rechtzeitig zum Einsatz kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus dem Container erhält beispielsweise das Auto ein Lichtsignal, wenn es auf die Bühne fahren muss, oder ein Licht der Handytaschenlampe zeigt den Akteuren in einer Szene an, wenn sie aufstehen müssen. Eine Herausforderung ist noch die exakte Abstimmung aller technischen Einheiten, doch das Team blickt mit all seiner Erfahrung optimistisch der ersten Aufführung entgegen.