Der neue Pfarrgemeinderat für die Seelsorgeeinheit Meßkirch/Sauldorf steht fest. „Gewählt wurden 28 Frauen und Männer, von denen zwölf neu in den Pfarrgemeinderat einrücken“, bilanzierte Karl Hermann vom Wahlvorstand. Online haben 712 Wähler, per Briefwahl 162 Personen ihre Stimme abgegeben. Bei insgesamt 5551 Wahlberechtigten ist das eine Wahlbeteiligung von rund 15 Prozent.

Premiere der Online-Wahl

Es sollte eine Wahl werden, bei der ein breites Spektrum der Stimmabgabe möglich gewesen wäre. Zum einen ganz klassisch an der Urne im Wahllokal am Sonntag, 22. März. Des Weiteren per Briefwahl sowie als Premiere die Stimmabgabe online, bei der sich die Wähler mit einem Code zum Wählen auf einer Homepage einloggen konnten. Die Erzdiözese Freiburg hatte als erste Diözese den Wählern diese digitale Möglichkeit eröffnet.

Wahlbeteiligung deutlich niedriger als 2015

Die Corona-Krise machte der Vielfalt jedoch einen Strich durch die Rechnung, denn die Präsenzwahl musste abgesagt werden. Für die Wähler blieben Brief- und Onlinewahl als Optionen der Stimmabgabe übrig. „Vermutlich war die Stimmabgabe im Internet für etliche Bürger doch eine Hürde“, meint Karl Hermann zur niedrigen Wahlbeteiligung. Bei der Pfarrgemeinderatswahl im Jahr 2015 habe die Beteiligung noch bei über 25 Prozent gelegen, erinnert er sich.

Auszählung unter strengen Vorschriften

Ausgezählt worden waren die Stimmen am Sonntag von einer kleinen Mannschaft: Claudia Boos, Thomas Schafheitle, Ernst Walk, Matthias Henle und Karl Hermann mussten bei ihrer Arbeit strenge Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten, die von der Erzdiözese Freiburg ausdrücklich noch einmal formuliert worden waren. „Wir waren mit Mundschutz und Handschuhen ausgerüstet“, berichtet Karl Hermann.

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Außerdem galt es, den nötigen Sicherheitsabstand von Wahlhelfer zu Wahlhelfer zu wahren. „Wir haben etwa drei Stunden gebraucht“, schildert der Vorsitzende des Wahlvorstands. Bereits am vergangenen Montag hatte Erzbischof Stefan Burger seinen Dank an die Helfer ausgesprochen, die ihre Arbeit unter den erschwerten Bedingung gut gemeistert hätten.

Erzbischof bedankt sich bei allen Helfern

„Mein besonderer Dank gilt allen Personen, die mit den besonderen Erschwernissen dennoch eine reguläre Wahl ermöglicht haben: Den Wahlvorständen und Wahlhelfern, den Mitarbeitern in den Pfarrbüros und selbstverständlich den Wählern, die sich auch von Corona nicht haben davon abbringen lassen, den Kandidierenden ihr Vertrauen auszusprechen“, erklärt Stefan Burger auf der Homepage der Erzdiözese Freiburg. Insgesamt seien in den 224 Kirchengemeinden der Diözese mehr als 4000 Kandidaten zur Wahl gestanden.

Eberhard Hauff ist Stimmenkönig

In der Seelsorgeeinheit Meßkirch-Sauldorf waren 29 Sitze zu vergeben. Gewählt wurden allerdings nur 28 Kandidaten, wie Karl Hermann mitteilt. Sie verteilen sich auf die fünf Stimmbezirke Meßkirch, Sauldorf/Rast/Bichtlingen, Heudorf/Rohrdorf, Boll/Krumbach/Bietingen sowie Täle/Menningen/Rengetsweiler. „Die meisten Stimmen erhielten Eberhard Hauff (594 Stimmen), Marianne Wischnewki (578 Stimmen) und Emanuel Hensler (574 Stimmen)“, berichtet Hermann. Die Wähler durften auch zusätzliche Namen auf die Zettel schreiben und damit Personen für das Amt eines Pfarrgemeinderats nominieren. Um tatsächlich gewählt zu sein, hätte ein solcher „Zusatzkandidat“ allerdings elf Stimmen auf sich vereinen müssen „Wir haben knapp 70 zusätzliche Namen auf den Zetteln vorgefunden“, berichtet Karl Hermann. Diese Kandidaten hätten jeweils nur eine bis sechs Stimmen erhalten und seien deshalb nicht in den Kreis der Pfarrgemeinderäte aufgerückt.

Noch kein Termin für konstituierende Sitzung

Wann die konstituierende Sitzung stattfindet, steht noch nicht fest. „Üblicherweise wäre sie noch im April, aber wegen der Corona-Krise konnte noch kein Termin festgelegt werden“, schildert Karl Hermann.

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