Auf dem städtischen Friedhof ist das Denkmal an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege nicht nur in die Jahre gekommen, sondern hat auch unter den Witterungseinflüssen gelitten. Deshalb hat sich die Stadt vorgenommen, im kommenden Jahr nicht nur die Schäden an den Skulpturen und Stelen mit den Namen der Kriegsopfer zu beheben, sondern die Anlage umzugestalten. Damit eben diese Schäden behoben werden können, war eine gründliche Reinigung der Steinteile erforderlich.

Das Kommando der historischen Bürgerwache hat diese Aufgabe sofort nach Bekanntwerden zu ihrem Projekt gemacht und die Kameraden aufgerufen, mit Schaufel, Spaten und Kelle am vergangenen Samstag zum Arbeitsein­satz anzutreten. Ein gutes Dutzend Aktive aus beiden Grenadierzügen und dem Spielmannszug haben mehrere Stunden eifrig mit Besen, Schaufel, Rechen und Hochdruckreiniger die Skulpturen der Kreuzigungsgruppe abgestrahlt, von den Bodenplatten und Treppenstufen den Schmutzbelag entfernt sowie die Kanten der Wege entgrast und das bereits gefallene Laub zusammengefegt und entsorgt.

Für das Abstrahlen der Skulpturen war natürlich mit Hebebühne, Stromaggregat und Dampfstrahler entsprechend großes Gerät erforderlich. Dieses hat Major und Kommandant Georg Bacher von seinem Betrieb, der Firma Bacher-Metallbau zur Verfügung gestellt. Recht schnell war ein Erfolg der Reinigung an den Skulpturen festzustellen. An Stellen, an denen der Dampf mit großem Druck auftraf, wurde der Muschelkalkstein sichtbar heller.

Mit dieser Aktion haben Mengens Stadtsoldaten einen weiteren Beweis bürgerschaftlichen Engagements geliefert. Sie zeigten damit einmal mehr, dass sie ihre Aufgabe als Botschafter der Stadt nicht nur durch Ausrücken in Uniform bei Festen und Feiern der bürgerlichen und der kirchlichen Gemeinde verstehen und wahrnehmen.

Auf der Homepage der Bürgerwache sind mehrere Fotos von der Reinigungsaktion auf dem Friedhof eingestellt: www.buergerwache-mengen.de