Laut Anklage soll die junge Frau das Baby im Mai in der Nähe eines Bauernhofs bei Mengen (Kreis Sigmaringen) entbunden haben. Anschließend soll sie dem Säugling Papiertücher in den Mund gestopft und ihn auf freiem Gelände schutzlos zurückgelassen haben. Das Baby starb kurz darauf. Einige Tage später entdeckte ein Kind den Leichnam neben mehreren Strohballen.

Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus niedrigen Beweggründen aus. Demnach soll die junge Frau die Tat begangen haben, weil ein Baby nicht zu ihrer beruflichen, finanziellen und partnerschaftlichen Situation passte. Nach Angaben der Polizei hat die 23-Jährige bereits gestanden, das Kind am späteren Fundort zur Welt gebracht und aus Panik erstickt zu haben.

Der Prozess ist derzeit auf neun Verhandlungstage angesetzt, mit einem Urteil wird im Januar gerechnet.