Das Corona-Virus hat auch in der Vier-Dörfer-Gemeinde das öffentliche Leben fest im Griff. Wie Bürgermeister Armin Reitze in dieser Woche vor dem Gemeinderat mitteilte, haben sich Verwaltung und das Organisationsteam darauf verständigt, den Wildensteiner Jahrmarkt in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Mittelaltermarkt lockte in der Vergangenheit tausende Besucher

Der inzwischen schon traditionelle Mittelaltermarkt am jeweils dritten September-Sonntag im Dorfzentrum von Leibertingen lockt alljährlich tausende von Besuchern in das Heubergdorf. Armin Reitze begründete die Absage unter anderem mit der Befürchtung: „Das Verbot von Großveranstaltungen läuft zwar am 31. August aus. Der Wildensteiner Jahrmarkt wäre dann eine der ersten Veranstaltungen und würde möglicherweise zu viele Besucher anlocken.“

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Überlegung für Regelung mit Voranmeldung im Naturbad

Das Naturbad in Thalheim soll dagegen noch in diesem Monat für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Allerdings ist hier die Rathausverwaltung noch auf der Suche nach einer „Lösung mit vertretbarem Aufwand“, um die Einhaltung der Corona-Sonderbestimmungen gewährleisten zu können. Überlegt werde unter anderem eine Regelung mit Voranmeldung. Eines der organisatorischen Probleme, die der Bürgermeister ansprach, liegt darin, dass das Naturbad in normalen Jahren ohne Badeaufsicht und für die Besucher kostenlos betrieben wird. Deshalb muss unter anderem geklärt werden, wer die Einhaltung der Hygienevorschriften kontrolliert.

Gemeinde will sich nicht in gewohnten Umfang beteiligen

Die Gemeinde werde sich, so Bürgermeister und Gemeinderat, wohl nicht an einem Kinderferienprogramm während der Schulferien im bislang gewohnten Umfang beteiligen. Allerdings könnten Vereine im eigenen Rahmen Programmpunkte anbieten. Ratsmitglied Klaus Buck ist gleichzeitig Vorsitzender des Tennisclubs Kreenheinstetten. In dieser Eigenschaft erklärte der Mandatsträger, dass der Tennisclub angesichts der zahlreichen Sondervorschriften in diesem Sommer auf keinen Fall Ferienangebote für Kinder und Jugendliche machen werde.

Auch im Gemeinderat Tendenz zu Verzicht

Auch in diesem Punkt sind die Überlegungen der Verwaltung noch nicht abgeschlossen. Die kurze Diskussion im Gemeinderat ließ jedoch eine deutliche Tendenz der Mitglieder erkennen, in diesen Sommerferien auf ein kommunales Kinderferienprogramm zu verzichten. Armin Reitze verwies auf eine Umfrage unter den Bürgermeistern im Kreis Sigmaringen. Danach hätten sich fast 70 Prozent der Kollegen gegen ein kommunales Kinderferienprogramm in ihren Gemeinden ausgesprochen.