Die Parkraumbewirtschaftung im Donautal in der Gemeinde Beuron nimmt immer konkretere Formen an. Nachdem der kommunale Parkplatz zwischen der Holzbrücke und dem Klosterbereich seit 2012 kostenpflichtig ist, ist es mit dem kostenlosen Parken auf dem Klosterparklatz unterhalb der Kirche ebenfalls zu Ende. Das Kloster stimmte zu, dass die Gemeinde ab 1. Juli die Bewirtschaftung des klostereigenen Parkplatzes und des zugehörigen Toilettenhauses übernimmt. Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller rechnet damit, dass dies rund 15 000 Euro Einnahmen bringt. Auf der Fläche können 68 Autos geparkt werden.

Abtei unterstützt Wunsch der Gemeinde nach Besucherlenkung

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmten die Räte dem Kauf eines weiteren, fast 5000 Euro teuren Parkscheinautomaten zu. Wie der Geschäftsführer des Klosters, Gernot Schmid, sagt, wolle die Abtei den Kurs der Gemeinde unterstützen, die Besucher zu lenken, und habe deshalb der neuen Regelung zugestimmt. Bisher hatte sich die Mönchsgemeinschaft geweigert, für ihren Parkplatz Gebühren zu verlangen.

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Zu Gottesdienstzeiten wird weiterhin keine Parkgebühr erhoben

Begründet wurde dies damit, dass Gottesdienstbesucher nicht durch Parkgebühren vom Kirchenbesuch abgehalten werden sollen. Dazu erklärt der Geschäftsführer: „Während der Gottesdienstzeiten ist das Abstellen auf dem klostereigenen Parkplatz weiterhin kostenlos.“

2012 kamen die ersten beiden Parkscheinautomaten

Die Besucherlenkung ist im Gemeinderat schon seit Jahren Thema. Dazu gehört auch die Bewirtschaftung der Parkplätze. Den Beginn machte die Rathausverwaltung 2012 mit der Installation von zwei Parkscheinautomaten auf dem unteren Klosterparkplatz. Entgegen den Befürchtungen der Kritiker des Projekts rechnete sich diese Investition. Die Automaten hätten ihren Kaufpreis längst wieder erwirtschaftet und trügen, wie der Bürgermeister in der Ratssitzung sagte, „einen nicht unerheblichen Beitrag zu den Kommunalfinanzen“ bei.

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Parkraumbewirtschaftung bringt 40 000 Euro in die Gemeindekasse

2013 weitete Beuron die Bewirtschaftung auf den Parkplatz bei der Tennis- und Minigolfanlage in Hausen im Tal aus. Seit 2017 gehören die Parkplätze am Luisenplatz in der Hausener Ortsmitte zur Bewirtschaftungszone. Allein im vergangenen Jahr kamen so 40 000 Euro in die Rathauskasse.

Wegen schlechtem Funknetz kein Zahlen mit Handy möglich

Der neue Automat ist vom gleichen Typ wie die anderen Geräte. Die Gemeinde strebe ein einheitliches System an. Außerdem hätten sich diese Automaten als robust und leistungsstark erwiesen. Auf Zahlweisen mit Girokarte oder über das Handy muss der Besucher allerdings verzichten. Es wird Wechselboxen für Bargeld geben. Begründet wird der Verzicht mit den schlechten Breitband- und Funkverbindungen.

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