Weil die Inzidenz weiterhin hoch ist und die Entwicklungen nicht abschätzbar waren, haben die Jugendherberge Burg Wildenstein und der Mittelalterverein Freie Reichsritterschaft Sankt Georgenschild bereits vor Wochen entschieden, das geplante mittelalterliche Kulturfest am 1. und 2. Mai auf der Burg abzusagen. Damit muss die beliebte Veranstaltung bereits zum zweiten Mal in Folge wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Besucherbeschränkungen würden Fest unrentabel machen

Lagerleben und Markt auf einem engen Burgareal würden nicht zu Hygienekonzepten in eine Zeit des Abstandhaltens passen, informieren die Veranstalter über die Absage in den Sozialen Netzwerken. Da die Veranstalter für die mittelalterlichen Burgfeste nie Eintritt erhoben haben, muss das Fest rentabel sein. Das sei aber nur möglich, wenn eine gewisse Besucherzahl gewährleistet sei. Diese würde aber, so heißt es in der Mitteilung, mit beschränkten Besucherzahlen nicht funktionieren.

Neuer Termin steht schon fest

Eine Verschiebung in den Herbst sei nicht in Frage gekommen, da die Jugendherberge in diesem Zeitraum bereits einige Buchungen haben. Deshalb haben die Verantwortlichen entschieden, das Mittelalterfest ausfallen zu lassen. Der Termin für das nächste Jahr steht allerdings schon fest. Es findet am 7. und 8. Mai 2022 statt. Weil die Jugendherberge dann auch ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann, soll das Fest am Muttertageswochenende 2021 größer ausfallen.

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Jugendherberge feiert Jubiläum

Die Burg Wildenstein seht oberhalb des Donaudurchbruches durch die Schwäbische Alb auf dem Gebiet der Gemeinde Leibertingen im Landkreis Sigmaringen. Sowohl Hauptburg als auch Vorburg stehen auf künstlich abgeschrofften Felsen und sind nur über Brücken zugänglich. Im Innern besitzt die Burg aus den Jahren 1538 bis 1540 stammende, großflächige Renaissance-Wandmalereien mit Blumenranken und Vogelmotiven. Ein Bilderzyklus gibt die gesamte Sigenotsage wieder. Am 21. Dezember 1971 verkaufte Prinzessin Theresa von Fürstenberg für 150 000 Deutsche Mark die Burg an die Sektion Schwaben des Deutschen Jugendherbergswerks. Doch die Jugendherberge bestand bereits zuvor.